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Sport im Winter

Sport im WinterEislaufen, Langlaufen, Skifahren, Rodeln: Das sind nur einige Sportarten, die in der kalten Jahreszeit hoch im Kurs stehen. Tipps dazu kommen wieder von unserem Experten Dr. Josef Tomasits, Oberarzt am Linzer Allgemeinen Krankenhaus.

Erste Voraussetzung für Sport im Freien ist, dass es nicht extrem kalt ist. „Grundsätzlich sollte man bei Temperaturen unter minus zehn Grad lieber in der warmen Stube bleiben, als draußen sporteln. Sonst kann sich ein hartnäckiges Kälteasthma entwickeln“, erklärt Tomasits.

Langlaufen

Die relativ konstante Belastung über einen längeren Zeitraum ist nur ein Vorteil dieses Wintersports. „Allerdings sollten bereits Erfahrung und eine gewisse Trainingsbasis mitgebracht werden“, so der Experte. Die Sportler sollten motorisch geübt – also geschickt – und ausdauerfähig sein. „Kälte kann bei Menschen, besonders Männern über dem 50. Lebensjahr, Herzprobleme und im schlechtesten Fall einen Herzinfarkt provozieren. Daher ist eine kardiologische Abklärung vor Ausübung des Sports wichtig“, warnt Tomasits.

Eislaufen

Für diesen Sport ist die intervallartige Belastung charakteristisch. „Es werden oft Pausen eingelegt“, so Tomasits. „Eislaufen wird als Sport oft unterschätzt, dabei ist es gerade für jene ideal, die längere Zeit körperlich inaktiv waren.“ Zu Beginn der Eislaufsaison sollte man sich genügend Zeit zum Üben nehmen, bis man die Technik wieder voll beherrscht. „Auf die Koordination ist höchstes Augenmerk zu legen, damit man beim nächsten Mal richtig loslegen kann“, erläutert Tomasits. „Ideal wäre, zwei, maximal drei Mal pro Woche dem Eislaufen zu frönen.“ Dieser Sport hat vor allem den Vorteil, dass man ihn auch in der Halle ausüben kann – meistens mit musikalischer Untermalung, was wiederum die Motivation stärkt.

Rodeln

„Schlittenfahren mag zwar ein Höllenspaß sein, hat aber die höchste Verletztungs- inklusive Todesrate, weil kaum wer mit Helm rodelt“, warnt der Mediziner. Zudem nimmt man auf dem Schlitten eine passive Haltung ein und hat keine muskuläre Belastung. „Rodeln ist überspitzt gesagt kein Sport und daher ungeeignet“, betont Tomasits.

Alpines Skifahren und Skitourengehen

Abfahrten, die aus Höhen über 2.500 Metern starten sind wegen des zunehmenden Sauerstoffmangels belastend. Deshalb sollten auch nur Menschen, deren Herz-Kreislauf-System gesund ist, Skifahren. „Denn gerade Abfahrten führen zu einem deutlichen Anstieg des Blutdrucks und der Herzfrequenz“, erläutert Tomasits.

Anders ist die Belastung des Tourengehen und Schneewanderns. Hier ist Ausdauer gefragt und daher die ideale Belastungsform um auch einige überschüssige Kilos loszuwerden.

Schwitzen im Winter
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Nachlese
Dr. Josef Tomasits ist Erstautor des Buches „Leistungsphysiologie“. Darin finden Sie weiterführende Informationen und auch Tipps über richtige Ernährung.


  Leistungsphysiologie – Buchcover (43.4 KB)


  

Cornelia Schobesberger
Februar 2008

Foto: Bilderbox

Zuletzt aktualisiert am 13. November 2020