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Pulsmessgeräte im Test

Konsument, Pulsmessgeräte im TestNeben dem MP3-Player gehört für viele Läufer auch das Pulsmessgerät zur Grundausstattung. Die Mai-Ausgabe des Testmagazins Konsument veröffentlichte die Ergebnisse eines Tests zu 18 Pulsmessern unterschiedlicher Preisklassen - von einfachen Geräten, die die wichtigsten Grundfunktionen beherrschen, bis hin zu solchen, die eine individuelle Trainingsplanung und die Auswertung der Daten auf einem PC erlauben. Preis laut Hersteller: 30 bis 230 Euro.

Der Test zeigt: Alle Pulsmessgeräte mit Brustgurt funktionieren einwandfrei. Selbst bei den günstigeren Pulsuhren gibt es nur minimale Abweichungen von den an einem EKG-Monitor abgelesenen Werten. Gute Pulsmessgeräte gibt es bereits ab 40 Euro.

Ergebnis

Knapper Testsieger ist ein Produkt, erhältlich um 160 Euro. Ungenaue Messwerte lieferte dagegen ein Pulsring, der wie ein Ring am Finger getragen wird. Die Abweichungen zum EKG betrugen hier zwischen 15 und 37 Herzschläge pro Minute. Folglich gab es ein „nicht zufrieden stellend“, so Konsument.

Pulsuhren

Alternativen zum Brustgurt sind Pulsuhren. „Diese funktionieren teils eher durchschnittlich. Der große Nachteil bei Geräten ohne Gurt ist, dass man beim Messen das Tempo drosseln oder gar stehen bleiben muss. Da man hier den Puls auch nur punktuell ermitteln kann, bekommt man keine Durchschnitts- oder Spitzenwerte. Für leistungsorientierte Hobbysportler können wir diese daher nicht empfehlen“, so Rudolf Heintzl, Projektleiter beim Verein für Konsumenteninformation (VKI).

Bedienung

Wenig prickelnd ist laut den Testern bei einigen Modellen zudem die Bedienung: schlecht lesbare Beschriftungen, schwergängige Tasten oder unübersichtliche Displays machen den Läufern oftmals das Leben schwer. Gute Ergebnisse gibt es hier nur für die drei erstgereihten Pulsmessgeräte, darunter das teuerste getestete Gerät, erhältlich um 229 Euro.

Schadstoffe

Wie bereits bei einem Test zu Fitnessgeräten fanden die Tester auch dieses Mal polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) - und zwar in Armbändern und Brustgurten. Werden die Schadstoffe durch Schweiß gelöst, können sie über die Haut in den Körper gelangen. Zwei Pulsmessgeräte waren sogar so hoch belastet, dass sie abgewertet werden mussten.

Details zum Test gibt es kostenpflichtig auf www.konsument.at sowie im Mai-Konsument 2011.

Cornelia Schobesberger

Juli 2011

Foto: Bilderbox


Zuletzt aktualisiert am 11. Mai 2020