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Import-Erdbeeren: Kaum Pestizide

Import-Erdbeeren: Kaum PestizideDer Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat im Februar gekaufte
Erdbeeren auf Pestizide untersucht. Ergebnis: Rückstände waren meist nur in Spuren nachweisbar. Lediglich zwei von 17 Proben waren sehr hoch belastet.

Die Proben kamen aus Spanien, Marokko, Ägypten und Italien. Die am stärksten belasteten Erdbeeren mit Ursprungsort Ägypten stammten laut VKI von einem Wiener Markt. Eine ebenfalls hohe Belastung wurde in den aus Marokko importierten Erdbeeren eines Supermarktes in Wien festgestellt. Die beiden Proben waren derart stark belastet, dass sie nicht in den Verkauf gelangen hätten dürfen.

Gute Bilanz

Abgesehen von diesen Ausreißern fiel die Bilanz gut aus: Großteils waren Pestizide nur in Spuren nachweisbar, so der VKI. Bei einer einzigen Probe waren überhaupt keine Pestizide nachweisbar. Diese Erdbeeren kamen, ebenso wie die hoch belasteten Erdbeeren aus Ägypten. Letztere lagen gleich bei zwei Pestiziden nahe beziehungsweise weit über dem zulässigen gesetzlichen Höchstwert. Bei einem der Pestizide wurden darüber hinaus 69 Prozent der so genannten akuten Referenzdosis ausgeschöpft, berichtet der VKI.

Referenzdosis

„Bereits 80 Prozent werden als kritischer Wert gesehen. Vor allem bei kleinen Kindern, deren Organismus auf Schadstoffe aller Art besonders reagiert, ist hier bereits eine akute Gesundheitsschädigung möglich", erklärt VKI-Ernährungswissenschafterin Birgit Beck. Die akute Referenzdosis ist ein toxikologischer Grenzwert für Pestizide mit einer hohen akuten Giftigkeit.

Gründlich waschen

Tipp der Ernährungswissenschafterin: „Wie stark Obst oder Gemüse mit Pestiziden belastet ist, lässt sich mit freiem Auge nicht erkennen. Umso ratsamer ist, dieses vor dem Verzehr gründlich zu waschen. Rückstände von Pflanzenschutzmitteln verschwinden dadurch zwar nicht, werden aber zumindest mengenmäßig verringert. Die Wahrscheinlichkeit, dass Obst und Gemüse mit Pestiziden belastet ist, ist zudem geringer, wenn man saisonal einkauft. Damit trägt man zugleich zur Schonung des Klimas bei.“

Weitere Details zum Test gibt es ab sofort unter www.konsument.at sowie im Mai-„Konsument“.

Cornelia Schobesberger
Juni 2010


Foto: Bilderbox

Zuletzt aktualisiert am 11. Mai 2020