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Eierschwammerl im Test

Eierschwammerl im TestDie goldgelben Pilze gibt es nur im Wald. Achten Sie auf heimische Qualität, rät „die umweltberatung“, der Dachverband der Umweltberatungseinrichtungen in Österreich.
Eierschwammerl gibt es bei uns von Juli bis September nur aus Wildsammlung. Die Pilze leben in Symbiose mit Bäumen, die sie mit lebenswichtigen Mineralstoffen versorgen. Züchtung funktioniert nicht.

Tipps für den Einkauf

  • Achten Sie auf heimische Qualität – denn die meisten Eierschwammerl sind weitgereist. Oft stammen sie aus Bulgarien, Litauen, der Ukraine sowie Polen.
  • Frische Eierschwammerl duften aromatisch, das Fleisch ist fest und nicht verfärbt oder ausgetrocknet. Beim frischen Pilz ist der Stielanschnitt innen weiß bis cremefarben. Hüte sollen keine Ränder und Flecken aufweisen.
  • Bevorzugen Sie beim Einkaufen offene Ware. Sie können verdorbene, schmierige Pilze leichter erkennen und aussortieren.
  • Verdorbene Pilze können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Fieber auslösen.

Bekömmliche Kost

Bürsten Sie Sand und Erdteilchen am besten mit einem Pinsel ab. Pilze enthalten Chitin. Das ist an sich schwer verdaulich. Leichter machen Sie es Ihrem Darm, wenn Sie die Eierschwammerl zirka 20 Minuten garen. Positive Nebenwirkung: Ihre Darmtätigkeit wird durch die herausfordernde Kost angeregt.

Einmal Aufwärmen geht

Reste von Pilzgerichten dürfen nur einmal aufgewärmt werden. Dafür muss das Gericht allerdings gleich nach der Zubereitung rasch gekühlt werden. Beim neuerlichen Aufwärmen erhitzen Sie die Schwammerl auf mindestens 70 °C, so „die umweltberatung“.

Oft – aber nicht zu oft

Pilze sind kalorienarm und reich an Vitaminen. Wildpilze reichern jedoch die Schwermetalle Cadmium und Quecksilber in ihren Fruchtkörpern an. Das Maximum Ihres Pilzkonsums sollte daher nicht über 250 Gramm pro Woche liegen.

  • Cadmium schädigt die Nieren, in hohen Mengen die Knochen und ist krebserregend.
  • Quecksilber schädigt das Nervensystem.
  • Auch 25 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl werden noch Pilze mit radioaktiver Belastung gefunden. Die Importe werden zwar regelmäßig kontrolliert, wer eine Aufnahme von Strahlung über die Nahrung jedoch so gering wie möglich halten will, reduziert am besten den Konsum von Wild und Wildpilzen.


Mag. Christian Boukal

September 2011

Foto: Bilderbox

Zuletzt aktualisiert am 11. Mai 2020