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Debreziner unter der Lupe: Durchwachsenes Ergebnis

Debreziner unter der Lupe - durchwachsenes ErgebnisDer Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat Debreziner unter die Lupe genommen. Ergebnis: Großteils waren die Würstel zwar gut im Geschmack, aber fett und salzig. Zudem wiesen viele Produkte erhöhte Keimzahlen auf.

Es gibt kaum ein Kaffee- oder Wirtshaus, das Debreziner nicht auf die Speisekarte setzt. Bei den Würstelständen zählen sie ohnehin zum unerlässlichen Standardangebot. Für die Juni-Ausgabe des Testmagazins Konsument nahm der VKI Debreziner genauer unter die Lupe.

Salz, Fett und erhöhte Keimzahlen

Wie erwartet wurde bei den getesteten Würstel-Produkten nicht mit Salz und Fett gespart, so der VKI. Für Überraschung sorgte dagegen, wie viele Produkte erhöhte Keimzahlen aufwiesen. Tadellos waren nur drei Produkte. Die Debreziner eines Produzenten waren dagegen verdorben. Von 13 getesteten Debrezinern erhielten letztlich nur jeweils drei Produkte eine „sehr gute“ oder „gute“ Gesamtwertung.

Putenfleisch

Drei Hersteller haben nicht nur in der Gesamtwertung die Nase vorn, sondern auch beim Fettanteil. Die Würstel bestanden hier zu rund einem Viertel und mehr aus Fett.
Deutlich magerer waren nur die getesteten Produkte mit Putenfleisch. Diese konnten allerdings bei der Laienverkostung weniger punkten. Insgesamt gaben sich laut Konsument die Laien bei der Verkostung etwas kritischer als die Experten. Diese wiederum hatten bei zehn von 13 Debrezinern wenig oder nichts zu bemängeln. Die Zusammensetzung der getesteten Debreziner gibt laut Konsument wenig Anlass zu Kritik. Nur die Würstel eines Herstellers enthalten zu wenig Fleisch und zu viel Wasser.

Heimische Ware

Ob trotz Auslobungen wie „hergestellt in Österreich“ auch immer heimische Ware in den Debreziner-Würsteln enthalten ist, lässt sich laut Konsument nicht mit Sicherheit sagen. „Eine Garantie, dass tatsächlich österreichisches Fleisch verarbeitet wurde, bieten derzeit nur das AMA-Gütesiegel und das AMA-Biozeichen mit Herkunftsgarantie“, sagt VKI-Ernährungswissenschafterin Birgit Beck.


Cornelia Schobesberger
Juni 2011


Foto: Bilderbox

Zuletzt aktualisiert am 11. Mai 2020