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Räucherlachs im Test

Räucherlachs im TestBei kalten Buffets zählt Räucherlachs mittlerweile zum Pflichtprogramm. Doch was aufs Erste einen schönen Anschein hat, ist bei genauerem Hinsehen nicht immer appetitlich. Diese Erfahrung machten die „Konsument“-Tester bei einer Untersuchung von 20 Räucherlachsproben.

Zwei Proben waren noch vor dem Ende der Mindesthaltbarkeitsfrist verdorben, zwei weitere zeigten Auffälligkeiten bei der bakteriologischen Untersuchung. Listerien – Bakterien, die eine Infektionskrankheit verursachen können – wurden zwar gefunden, allerdings in sehr geringen Mengen, wodurch keine gesundheitsschädliche Wirkung gegeben ist. Positiv: Sogar ein Drittel der Kandidaten schaffte die Bestnote, so „Konsument“. Unangefochten an der Spitze liegen drei Produkte mit Preisen zwischen 1,60 und 7,30 Euro. Qualität ist damit laut „Konsument“ nicht unbedingt eine Frage des Preises.

20 Proben unter der Lupe

Getestet wurden 20 Räucherlachsproben - davon 19 verpackt und eine offen angebotene Probe von der Feinkost. Ein eindeutiges „nicht zufrieden stellend" erhielten zwei Produkte. Bei zwei weiteren wurde bei der bakteriologischen Untersuchung eine erhöhte Keimzahl gefunden. Das zweite Bio-Produkt im Test überzeugte dagegen, allerdings um 7,30 Euro pro 100 Gramm.

Rascher Verzehr

„Konsument“-Ernährungswissenschafterin Birgit Beck rät, Räucherlachs möglichst bald nach dem Einkauf verzehren: „Durch das Aufschneiden ist die Oberfläche stark vergrößert, was den Fisch für Verkeimungen stark anfällig macht.“ Grund zur Kritik ortet Beck bei der Kennzeichnung der Produkte: „Nur die Hälfte der eingekauften Proben war richtig gekennzeichnet – ungeachtet der geltenden Kennzeichnungsverordnungen.“

Sämtliche Details zum Test und die Stellungnahmen der betroffenen Unternehmen gibt es im Februar-„Konsument“ sowie kostenpflichtig auf www.konsument.at.

Cornelia Schobesberger

Februar 2010

Foto: Bilderbox

Zuletzt aktualisiert am 11. Mai 2020