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Ostereier biologisch färben

Ostereier biologisch färbenAuch beim Färben von Ostereiern kann man getrost auf Bio setzen. Mit Früchten, Wurzelteilen, Zwiebelschalen und Birkenblättern lassen sich Rot-, Gelb-, Grün- und Violett-Töne erreichen.

Naturfarben kann man ganz einfach selbst herstellen, so „die umweltberatung“, der Verband Österreichischer Umweltberatungsstellen in Wien. Sie gibt Tipps zum biologischen Färben der bunten Ostereier.

Tipps zum Eierfärben

Verwenden Sie einen möglichst alten Emailletopf, da sich manchmal nicht alle Farbreste entfernen lassen. In Edelstahltöpfen können sich die Farben verändern, sie sind daher nicht so gut geeignet.

  • Um störende Fingerabdrücke zu vermeiden, die noch nassen Eier nur mit glatten Gummihandschuhen anfassen.
  • Reiben Sie die gekochten, kalt abgeschreckten Eier mit einem in Essig getunkten Schwamm ab. Naturfarben halten dadurch besser.
  • Wenn die bereits gekochten Eier in das Färbebad eingelegt werden sollen, geben Sie zum Eierkochwasser ein bis zwei Esslöffel Essig dazu.
  • Man kann die Pflanzenteile mit Wasser kochen, abseihen und die Eier in der Brühe etwa zehn Minuten hart kochen oder die Eier direkt im pflanzenhältigen Sud kochen. Die schwimmenden Pflanzenteile erzeugen oft hübsche Muster auf der Eierschale.

Mit Pflanzen färben

  • Curcuma (Goldgelb):
    Geben Sie zehn Gramm fein gemahlene Curcumawurzel in einen halben Liter Wasser und lassen Sie es zehn Minuten kochen. In diesem Sud werden die Eier zehn Minuten hart gekocht.
  • Johanniskraut (Hellgelb – Grüngelb):
    Kochen Sie sechs Esslöffel Johanniskraut in einem halben Liter Wasser auf und lassen Sie es zehn Minuten köcheln. In diesem Sud werden die Eier zehn Minuten hart gekocht.
  • Birkenblätter (Hellgelb):
    Kochen Sie einen Liter Wasser mit 30 g Birkenblättern auf und lassen das Gemisch zehn Minuten köcheln. Anschließend werden die Eier darin hart gekocht.
  • Heidelbeeren getrocknet (Violett):
    Nehmen Sie 20 Gramm Früchte und behandeln Sie die Heidelbeeren genauso wie die Birkenblätter.
  • Rote Rüben (Rot):
    Schälen Sie drei bis vier rote Rüben. Lassen Sie diese 30 bis 45 Minuten zugedeckt köcheln. Danach seihen Sie die Rüben ab und versetzen den Sud mit einem Schuss Essig. Anschließend werden die Eier im Farbbad hart gekocht.
  • Zwiebelschalen (Braungelb – Goldbraun):
    Geben Sie mindestens eine Handvoll Zwiebelschalen in einen halben Liter Wasser und lassen es 20 Minuten kochen. Legen Sie die bereits gekochten Eier, je nach gewünschtem Farbton, zwischen einer Stunde und 30 Minuten ein.


Tipps für Profis

  • Auf weißen Eiern wirken die Farben kräftiger.
  • Muster erzeugen Sie, indem Sie mit einem kleinen Pinsel Zitronensaftkonzentrat auf die Eierschale auftragen. Das Ei nimmt an dieser Stelle dann keine Farbe an.
  • Polieren Sie die gefärbten Eier mit einer Speckschwarte, das bringt die Eier zum Glänzen und verlängert die Haltbarkeit.

Fertige Naturfarben

Fertige Naturfarben sind Pflanzenauszüge, die im Bioladen erhältlich sind. Sie sind wie künstliche Eierfarben zu verwenden, sind jedoch nicht gesundheitsschädlich.
Greenpeace und die deutsche Zeitschrift „Ökotest“ haben synthetische Farbstoffe getestet. Dabei haben konventionelle, fertig gefärbte Eier schlecht abgeschnitten, weil bedenkliche Farbstoffe eingesetzt werden. Die Farben machen nicht immer bei der Schale halt und dringen bis ins Ei ein. Einige dieser Farbstoffe stehen im Verdacht Asthma, Allergien und auch Krebserkrankungen zu fördern.

Muster auf Ostereiern

Mit Blättern lassen sich schöne Muster bilden, gibt „die umweltberatung“ einen Ostertipp. Waschen und trocknen Sie die noch rohen Eier ab. Danach feuchten Sie ein Kleeblatt oder andere kleine Blätter auf der Oberseite an. Das Blatt mit der feuchten Seite auf das Ei legen und ein wenig andrücken, damit es gut haftet. Einen etwa zehn Zentimeter langen Nylonstrumpf auf einer Seite zuknöpfen und vorsichtig über das Ei ziehen. Das Blatt dabei mit einem Finger festhalten, damit es nicht verrutscht. Den Strumpf gut dehnen und glatt streifen. Danach auf der zweiten Seite zuknöpfen. Das Ei ins Färbebad legen und hart kochen. Danach das Ei aus dem Sud nehmen und die Stelle, an der sich das Blatt befindet, fönen. Zuletzt das Blatt behutsam abziehen.

Mag. Christian Boukal

April 2012

Foto: Bilderbox


Zuletzt aktualisiert am 11. Mai 2020