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Haselnüsse: Kaum Probleme mit Schimmelpilzgiften

Haselnüsse: Kaum Probleme mit SchimmelpilzgiftenPassionierte Hobbybäcker blicken mit Vorfreude auf die Wochen vor Weihnachten. Manche Backzutaten sind aber ausgesprochen heikel. So auch Haselnüsse, die anfällig für Schimmelpilze sind und leicht ranzig werden. „Konsument“ hat elf Proben geriebene und ganze Haselnüsse auf Schimmelpilzgifte, Ranzigkeit und Kennzeichnung getestet.

Bei sieben Produkten wurden Schimmelpilzgifte gefunden - wenn auch im Rahmen der zulässigen Höchstgrenzen. Am stärksten belastet war dabei das billigste Produkt. Keine einzige Probe roch oder schmeckte dagegen ranzig, so „Konsument“. Kennzeichnungsmängel gibt es bei zwei Produkten.

Schimmelpilzgift

Das Schimmelpilzgift Aflatoxin B1 ist eine der stärksten bekannten krebsauslösenden Substanzen. Es kann zudem die Leber und das Erbgut schädigen. Während vier Produkte vollkommen frei davon sind, wies eines der billigsten Produkte die höchste Belastung auf - wenn auch noch knapp unter der zulässigen Höchstgrenze. Einwandfrei waren dagegen die Bioprodukte im Test, berichtet „Konsument“.

Geruch

„Finger weg bei sichtlich schimmeligen Produkten. Ob die Haselnüsse einwandfrei sind, ist zwar nicht immer leicht zu erkennen, ein muffiger Geruch deutet aber auf Schimmelbefall hin“, warnt Birgit Beck, Ernährungswissenschafterin beim Verein für Konsumenteninformation.

Leicht verderblich

Haselnüsse bestehen zu 60 Prozent aus Fett. Dieses ist hochwertig, da es in hohen Anteilen ungesättigte Fettsäuren enthält. Aufgrund des hohen Fettgehalts sind - besonders geriebene - Haselnüsse aber auch leicht verderblich. Beim Geruchs- und
Geschmackstest erzielten aber laut „Konsument“ alle getesteten Produkte ein gutes Ergebnis. „Geriebene Haselnüsse, die nicht sofort verbraucht werden, am besten gut verpackt im Kühlschrank oder in der Tiefkühltruhe lagern“, rät Beck.

Cornelia Schobesberger
Dezember 2009


Foto: Bilderbox

Zuletzt aktualisiert am 11. Mai 2020