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Fischtest 2009 der Arbeiterkammer

Dreifärbige Katze mit einem Fisch im MaulDie Arbeiterkammer (AK) testete frischen Fisch und kam zu folgendem Ergebnis: 15 Prozent der erhobenen Proben waren bereits am Tag des Einkaufs mikrobiologisch und sensorisch zu beanstanden und somit ungenießbar. Allerdings war keine der untersuchten Proben gesundheitsschädlich - Salmonellen wurden nicht nachgewiesen.

Die AK kaufte im Juni 2009 20 Proben Frischfisch (etwa Heilbutt-, Forellen-, Lachsforellen-, Viktoriabarsch-, Tunfischfilet) ein. Die Proben waren aus neun Filialen von vier Supermärkten und elf Fachgeschäften. Der Fisch wanderte sofort in einen Transportkühlschrank mit zwei Grad Celsius. Jeweils rund 200 Gramm (ein bis zwei Filetstücke) brachten die Tester in die Lebensmittelversuchsanstalt Wien. Die Proben wurden gleich am Tag des Einkaufes mikrobiologisch und sensorisch untersucht.
 

Säuerlicher Geschmack

Drei der Frischfisch-Proben waren bereits am Tag des Einkaufs ungenießbar. Sie hatten überhöhte Keimzahlen und schmeckten säuerlich. „Grund dürfte eine nicht ausreichende Kühlung sein“, sagt AK-Konsumentenschützer Heinz Schöffl. Temperatur-Nachkontrollen der Tester ergaben bis zu 20 Grad plus in den Vitrinen. Die Händler müssen darauf schauen, dass die Temperaturen passen und sie auch selbst verstärkt kontrollieren, so die AK. Die drei beanstandeten Produkte stammten aus Fachgeschäften. Ein weiteres Produkt hatte bereits erhöhte Keimzahlen, war aber noch nicht zu bemängeln. „Dieses Ergebnis ist nach wie vor unbefriedigend“, kritisiert Schöffl. „Konsumenten müssen sich darauf verlassen können, dass sie für ihr Geld einwandfreie Lebensmittel bekommen.“
 

Mangelhafte Kühlung

fischtest der arbeiterkammer_1„Für den teilweise nicht mehr frischen Fisch können mangelhafte Kühlung oder zu lange Lagerung verantwortlich sein“, erklärt Schöffl. „Frischfisch sollte auf schmelzendem Eis gelagert werden, und zwar bei einer Temperatur von bis zu maximal zwei Grad Celsius.“ Die Tester maßen nach: Zwölf von 20 Produkten wiesen eine Kerntemperatur von über zwei Grad Celsius auf. Die höchste Produkttemperatur lag bei 6,6 Grad Celsius. Die nachkontrollierte Vitrinentemperatur lag überhaupt nur bei zwei von 20 Vitrinen bei unter zwei Grad Celsius. Bei vier Vitrinen wurde eine Temperatur von 15 bis 20 Grad Celsius festgestellt.
 

Fisch rasch verbrauchen

„Frischfisch ist ein sensibles Produkt. Sorgen Sie nach dem Kauf beim Heimtransport für eine gute Kühlung. Lagern Sie den frischen Fisch zu Hause nicht zu lange, sondern verbrauchen Sie ihn bald“, rät Schöffl.

Die Erhebung ist im Internet unter www.wien.arbeiterkammer.at nachzulesen.

Cornelia Schobesberger

August 2009

Fotos: Bilderbox
 

Zuletzt aktualisiert am 11. Mai 2020