DRUCKEN

Immer mehr tragen Schihelm

Immer mehr tragen SchihelmEine aktuelle Erhebung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) zeigt, dass die Akzeptanz, auf der Piste einen Helm zu tragen, zunimmt.

Dass die Diskussion rund um das Thema Schihelmpflicht Wirkung zeigt, geht aus einer aktuellen KfV-Erhebung in Österreichs Schigebieten hervor. Österreichweit (ausgenommen: Wien und Burgenland) wurden 16.300 Schifahrer und Snowboarder beobachtet – mehr als die Hälfte davon waren mit Schihelm unterwegs. „Im Jahr 2006 betrug die Schihelmtragequote noch 28 Prozent – es ist sehr erfreulich, dass wir hier nun einen solchen Anstieg beobachten können!“, betont Dr. Anton Dunzendorfer, Leiter des Bereichs Heim, Freizeit & Sport im KfV. Zwischen Schifahrern und Snowboardern gibt es nur einen geringfügigen Unterschied: Während 59 Prozent der Schifahrer einen Helm trugen, waren es bei den Snowboardern 55 Prozent.
 

Positiver Trend bei den kleinen Pistenbenutzern

Gerade für Kinder ist ein Schihelm wichtig. Durch die kindlichen Körperproportionen und ihre schwächere Muskulatur ist die Gefahr einer Kopfverletzung deutlich größer als bei Erwachsenen. Als besonders erfreulich wertet das Kuratorium deswegen, dass 90 Prozent der unter Sieben-Jährigen mit Schihelm unterwegs waren (2006: 85%). Auch in der Altersgruppe der Sieben- bis 15-Jährigen konnte ein Anstieg der „Helmfahrer“ beobachtet werden: 2006 trugen nur fünf von zehn einen Helm, 2009 sind es bereits acht von zehn, die ihren Kopf schützen. Besonders erfreulich ist für das KfV, dass auch in der Gruppe der über 15-Jährigen jeder Zweite mit Helm unterwegs ist.„Neben der Diskussion um eine Helmpflicht, ist bei Wintersportlern mehr und mehr verankert, dass auch guten Schifahrern und Snowboardern Unfälle passieren können, schwere Verletzungen aber durch entsprechende Schutzausrüstung verhindert oder zumindest gemildert werden“, erklärt Dunzendorfer. Rund 55.000 Schifahrer und Snowboarder werden sich laut KfV-Hochrechnung in der Wintersaison 2008/09 verletzen – Kopfverletzungen machen etwa zehn Prozent der Verletzungen aus.

Bevorstehende Schihelmpflicht zeigt Wirkung

Die KfV-Ergebnisse zeigen, dass die Diskussion rund um eine geplante Schihelmpflicht in Österreich bereits Früchte trägt. „Viele Schifahrer und Snowboarder haben im Zuge der Helmpflicht-Debatte erkannt, dass es notwendig ist, einen Helm zu tragen. Die bevorstehende Regelung wird von mehr als der Hälfte der Pistenbenutzer bereits jetzt angenommen – die Akzeptanz, seinen Kopf auf der Piste zu schützen, nimmt zu“, sagt Dunzendorfer. Dennoch sind 42 Prozent der Schifahrer und Snowboarder noch ohne Helm unterwegs. „Wer noch keinen Helm hat, sollte dies schnell nachholen, denn wer Hirn hat, schützt es – auch wenn der Helm eine den Pistenverhältnissen und dem eigenen Fahrkönnen angemessene Fahrweise nicht ersetzt!“, so Dunzendorfer.

Mag. Christian Boukal
Februar 2009

Foto: Bilderbox

Zuletzt aktualisiert am 11. Mai 2020