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Punschtrinker gehen besser zu Fuß

Punschtrinker gehen besser zu FußAdventmarkt-Besucher müssen sich entscheiden - Punschtrinken oder lenken - beides geht nicht, betont der ARBÖ.

„Wer Punsch trinkt, soll unbedingt sowohl das Auto als auch das Radl stehen lassen“, warnt Dr. Ralf Hasler, Leiter der ARBÖ-Rechtsabteilung. Auch wer alkoholisiert mit dem Fahrrad unterwegs ist, dem drohen ab 0,8 Promille Geldstrafen von bis zu 5.813 Euro.“ Zudem riskiert der Lenker den Entzug des Führerscheins.

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Auto stehen lassen

Alkoholische Heißgetränke sind tückisch: Durch die kalten Außentemperaturen trinken sich Punsch & Co besonders schnell und der tatsächliche Alkoholgehalt wird dabei unterschätzt. Selbst bereits ein Glas Punsch „in Ehren“ kann für Fahrzeuglenker gefährlich werden, warnt der ARBÖ. Vor allem moderne Kreationen mit klingenden Namen wie „Turbo“-, „Tequila“- oder „Amaretto“-Punsch enthalten im Normalfall zusätzliche Spirituosen, die mithilfe des hohen Zuckergehalts noch schneller als gewöhnlich ins Blut gelangen.

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0,5-Promillegrenze

ARBÖ-Verkehrsmediziner MR Prof. Prim. Dr. Josef Nagler warnt vor gefährlichen Rechenspielen: „Es gibt kein ‚Patentrezept', wie man sich an die 0,5-Promillegrenze herantrinken kann, denn der Alkoholspiegel im Blut wird von vielen anderen Faktoren wie beispielsweise Körpergewicht, Alter, vorangegangene Nahrungsaufnahme oder Tagesverfassung entscheidend beeinflusst. Außerdem beeinträchtigt Alkohol schon in geringen Mengen die Fahrtüchtigkeit."

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Restalkohol

Vergessen darf man dabei auch nicht, dass der Alkohol-Konsum vom Vorabend am nächsten Morgen oft noch als tückischer Restalkoholgehalt im Blut ist, so der ARBÖ. Pro Stunde kann der Körper etwa 0,1 Promille abbauen. „Ob man schläft oder Sport betreibt, ist dabei völlig unerheblich. Auch schwarzer Kaffee oder fettes Essen ist wirkungslos. Und die ‚Pille gegen Promille' ist sowieso eine Illusion“, unterstreicht Nagler. Die ARBÖ-Verkehrsexperten appellieren daher an alle Fahrzeuglenker, zum alkoholfreien Kinderpunsch zu greifen und auf öffentliche Verkehrsmittel oder Taxi umzusteigen.

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Folgen von „Alkohol am Steuer“

„Abgesehen davon, dass alkoholisierte Fahrzeuglenker sich und andere Verkehrsteilnehmer gefährden beziehungsweise sogar Existenzen ruinieren könnten, müssen sie auch rechtlich mit schweren Konsequenzen rechnen. Bei ‚Alkohol am Steuer' drohen hohe Geldstrafen, Führerscheinentzug von mehreren Monaten und man riskiert, dass Versicherungen Zahlungen verweigern“, so der Leiter der ARBÖ-Rechtsabteilung. Und wie jedes Jahr in der Adventszeit müsse man auch heuer wieder mit verstärkten Polizei-Kontrollen rechnen.

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Teure Strafen

Alkohol am Steuer kommt einem teuer zu stehen: Wird man beispielsweise als Auto-Lenker mit 1,6 Promille „erwischt“, zahlt man laut ARBÖ eine Geldstrafe von bis zu 5.813 Euro und muss den Führerschein für mindestens vier Monate abgeben. Dazu kommen Kosten für die verpflichtende verkehrspsychologische Untersuchung (363 Euro Untergrenze) sowie amtsärztliche Untersuchung (47,20 Euro) und die Zahlung von mindestens 495 Euro für die Nachschulung. Das sind in Summe bis zu rund 6.720 Euro, rechnet der ARBÖ vor.

 

Die Rechtsfolgen im Detail sind auf der ARBÖ-Homepage unter www.arboe.at/rechtsfolgen.html abrufbar.

 

Cornelia Schobesberger

Jänner 2009


Foto: Bilderbox

Zuletzt aktualisiert am 11. Mai 2020