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SMS am Lenkrad

SMS am LenkradDer Trend zu ablenkenden Nebenbeschäftigungen bei PKW-Lenkern geht ungebrochen weiter. Das zeigen aktuelle Ergebnisse einer Umfrage des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) unter rund 1.000 Autofahrern: Jeder dritte befragte Lenker liest SMS am Steuer.

Die meisten Lenker sind sich der Gefahren, die SMS und Handytelefonate am Steuer verursachen, aber nicht bewusst. Fast jeder dritte Lenker liest manchmal während der Fahrt Kurznachrichten, jeder siebente Lenker gesteht sogar ein, auch gelegentlich SMS zu schreiben. „SMS am Steuer zu lesen oder gar zu schreiben ist extrem fahrlässig und daher auch verboten. Der Blick richtet sich auf das Handy, anstatt auf das Fahrgeschehen. Wichtige Gefahrenquellen können nicht mehr wahrgenommen werden“, warnt KfV-Direktor Dr. Othmar Thann. Ein SMS-schreibender Lenker benötigt bis zu fünf Sekunden um auf Gefahren zu reagieren – bis dahin ist es meistens schon zu spät. „Wenn Sie glauben, eine besonders wichtige SMS erhalten zu haben, suchen Sie besser nach einer Möglichkeit, wo Sie das Auto kurz anhalten können und beantworten Sie erst dann die Nachricht“, rät Thann.


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Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung

Ebenso gefährlich ist das Telefonieren am Steuer. Obwohl 78 Prozent aller befragten Lenker angaben, zumindest gelegentlich am Steuer zu telefonieren, besitzt nur rund die Hälfte eine Freisprecheinrichtung. Zwölf Prozent all jener, die eine besitzen, benutzen diese nicht. Obwohl bereits nahezu alle Autofahrer wissen, dass das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung verboten ist, lässt deren Einsicht sehr zu wünschen übrig, so das KfV. Nur ein Prozent denkt irrtümlicherweise, telefonieren sei generell erlaubt. Trotzdem meinen bloß vier von zehn Befragten, dass das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung die Fahrtauglichkeit des Lenkers sehr einschränkt. 15 Prozent sind sogar der Auffassung, die Fahrtauglichkeit würde kaum oder gar nicht beeinflusst werden.

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Fahrtauglichkeit eingeschränkt

Tatsache ist jedoch, dass diese sehr stark eingeschränkt wird: „Erstens besteht eine physische Ablenkung durch die Bedienung des Gerätes. Zweitens richtet sich das Bewusstsein mehr auf den Gesprächsinhalt und weniger auf den Straßenverkehr“, erklärt Thann. Die Gespräche am Steuer sind mehrheitlich von kurzer Dauer. Etwa die Hälfte aller Telefonate nimmt nur ein bis zwei Minuten in Anspruch, rund jedes zehnte Gespräch dauert länger als zehn Minuten.

Cornelia Schobesberger
Februar 2010


Foto: Bilderbox

Zuletzt aktualisiert am 11. Mai 2020