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Schwere Kopfverletzungen ohne Schihelm

Schwere Kopfverletzungen ohne SchihelmDer Anteil der Kopfverletzungen blieb in den vergangenen fünf Jahren konstant. Mehr als die Hälfte der Schifahrer und Snowboarder trägt bereits Helm, berichtet das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).

Rund 56.000 Schifahrer und Snowboarder werden sich laut Prognose des KfV in der Wintersaison 2009/2010 so schwer verletzen, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen.

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Kopfverletzungen

„Durchschnittlich zehn Prozent aller Verletzungen betreffen den Kopf. Der Anteil der Kopfverletzungen ist in den vergangenen fünf Jahren relativ konstant geblieben. Die Unfallstatistik zeigt aber: Ohne Helm ist das Risiko einer schweren Kopfverletzung doppelt so hoch wie mit Helm“, betont Dr. Anton Dunzendorfer, Leiter des Bereichs Heim, Freizeit & Sport im KfV. Laut einer Schihelmerhebung des KfV waren in der Saison 2008/2009 sechs von zehn Pistenbenutzern mit Helm unterwegs. Im Vergleich zum Jahr 2006 (28 Prozent) sei das zwar ein erfreulicher Anstieg, gleichzeitig sind immer noch 42 Prozent ohne Helm unterwegs. „Auch guten Schifahrern und Snowboardern können Unfälle passieren. Beim Kauf oder dem Überprüfen von Winterausrüstung darf der Helm daher nicht vergessen werden“, betont Dunzendorfer.

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Helmpflicht wird bereits angenommen

Die mittlerweile in fast allen Bundesländern eingeführte Schihelmpflicht für Kinder bis 15 Jahre ist ein deutlicher Erfolg. Nur in Tirol und Vorarlberg gilt die Regelung nicht. „Mehr als die Hälfte der Schifahrer und Snowboarder ist bereits mit Helm unterwegs – die Akzeptanz, seinen Kopf auf der Piste zu schützen, hat zugenommen. Coole Designs und Farben machen Helme auch für Kinder und Jugendliche attraktiv“, zeigt sich Dunzendorfer erfreut.

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Als Weihnachtsgeschenk

Schenkt man den Helm zu Weihnachten, sollte darauf geachtet werden, dass er wirklich passt und gefällt, das heißt das Kind sollte beim Kauf dabei sein. Die richtige Größe ist dann gefunden, wenn der Helm bei ruckartigen Seitwärtsbewegungen des Kopfes nicht verrutscht. Am besten lässt man sich im Fachhandel beraten. Für weitere Informationen steht der Folder „Worauf achten beim Schihelmkauf“ kostenlos zum Download  zur Verfügung.

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Nicht auf die Bindungseinstellung vergessen

Bevor es in den nächsten Wochen auf die Piste geht, sollte man darüber hinaus seine Ausrüstung vom Fachmann kontrollieren lassen. Vor allem die Einstellung der Schibindung muss technisch überprüft und jährlich angepasst werden. Auch Snowboard und darauf montierte Bindung müssen vor dem Wintersport überprüft und richtig eingestellt werden. „Nur wenn die Bindung richtig eingestellt ist, kann sie im Ernstfall rechtzeitig auslösen und so die Verletzungsschwere reduzieren“, erklärt Dunzendorfer.

Mag. Christian Boukal
Dezember 2009


Foto: Bilderbox

Zuletzt aktualisiert am 11. Mai 2020