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Oberösterreich: So wenig Verkehrstote wie noch nie

Oberösterreich: So wenig Verkehrstote wie noch nieDie Unfallbilanz des „Verkehrsclub Österreich“ (VCÖ) zeigt, dass es in Oberösterreich im ersten Halbjahr so wenige Verkehrstote wie noch nie seit Bestehen der Unfallstatistik gab. Überschattet wird diese Bilanz aber von zwei tödlichen Kinderunfällen, so der VCÖ.

Im ersten Halbjahr 2011 verunglückten in Oberösterreich 51 Menschen bei Verkehrsunfällen tödlich. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es 56. „Die Zahl der Verkehrstoten ist heuer in Oberösterreich zum zweiten Mal in Folge zurückgegangen. Noch nie seit Bestehen der Unfallstatistik gab es im ersten Halbjahr in Oberösterreich so wenige Verkehrstote wie heuer“, erklärt VCÖ-Experte DI Martin Blum.

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Kindgerechteres Verkehrssystem

Überschattet wird Oberösterreichs Unfallbilanz aber von zwei tödlichen Kinderunfällen. Laut VCÖ hat sich österreichweit die Zahl der tödlichen Kinderunfälle von fünf auf elf mehr als verdoppelt. „Unser Verkehrssystem muss mehr Rücksicht auf die Schwächsten im Verkehr nehmen und das Verkehrssystem kindgerechter machen“, unterstreicht Blum.

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Verkehrssicherheit

Österreich kann sich laut VCÖ bei der Verkehrssicherheitsarbeit von anderen europäischen Staaten einiges abschauen. Eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt, dass Österreich bei der Verkehrssicherheit nur im Mittelfeld liegt. Pro Million Einwohner sterben in Österreich doppelt so viele Menschen bei Verkehrsunfällen wie in Schweden, so der VCÖ. Im Vergleich zur Schweiz und zu den Niederlanden ist das tödliche Unfallrisiko in Österreich etwa um die Hälfte höher. „Die sichersten Staaten haben niedrigere Tempolimits, mehr Kontrollen, höhere Verkehrsstrafen und zum Teil einen umfassenden Punkteführerschein. Maßnahmen, die in auch in Österreich viele Menschenleben retten würden“, so der VCÖ-Experte.

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Urlaubsländer

Kommende Woche beginnen in Oberösterreich die Schulferien. Der VCÖ warnt, dass in einigen Urlaubsländern der Straßenverkehr gefährlicher ist als in Österreich: In Kroatien und Griechenland ist das tödliche Unfallrisiko fast doppelt so hoch wie hierzulande. Hoch ist der Blutzoll auch in Rumänien (111), Bulgarien und Polen (jeweils 102). Höher als in Österreich ist das tödliche Unfallrisiko unter anderem auch in Portugal, Tschechien und Ungarn.

Urlaubsreisenden empfiehlt der VCÖ für die sichere Fahrt ein defensives und rücksichtsvolles Fahrverhalten, das Einhalten der Tempolimits, 0,0 Promille und kein Telefonieren oder SMSen während des Autofahrens. „Und immer wieder Pausen machen. So sind sie im Urlaub sicher unterwegs und vermeiden Verkehrsstrafen, die im Ausland übrigens meist deutlich höher sind als bei uns“, rät Blum.

Cornelia Schobesberger
Juli 2011


Foto: Bilderbox

Zuletzt aktualisiert am 11. Mai 2020