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Tod durch Ertrinken: Vielfach vermeidbar

Tod durch Ertrinken: Vielfach vermeidbarJährlich ertrinken in Österreich rund 73 Menschen. Etwa 3.600 Menschen verletzen sich jedes Jahr beim Schwimmen oder Tauchen so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen, berichtet das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).

Die Betroffenen sind laut KfV nicht nur Kinder. 2009 ertranken 60 Menschen ab 15 Jahren. Etwa 60 Prozent der Ertrinkungsunfälle ereignen sich in natürlichen Gewässern.

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Verletzungen

Jeder Zweite, der sich bei Badeunfällen verletzt, ist jünger als 15 Jahre alt. Von Verletzungen überwiegend betroffen sind die unteren Extremitäten. Denn laut KfV zählen zu den typischen Unfallhergängen Zusammenstöße mit anderen Badegästen oder Stürze durch Ausrutschen im Schwimmbad, beispielsweise, weil der Boden nass ist.

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Jede Sekunde zählt

„Bei Ertrinkungsunfällen zählt jede Sekunde – das Wissen um Erste Hilfe ist lebensnotwendig. Im Notfall kommt es auf sofortige Mund-zu-Mund-Beatmung und Herzmassage an. Denn bei fehlender Atmung oder fehlendem Pulsschlag wird das Gehirn nicht mehr mit Sauerstoff versorgt und erleidet rasch irreparable Schäden“, betont Anton Dunzendorfer, Leiter des Bereichs Forschung im KfV.

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Hitzekollaps und Sonnenstich

Bei Anzeichen von Hitzekollaps oder Sonnenstich sollte man nicht ins Wasser gehen. „Häufige Unfallursachen bei Erwachsenen sind Selbstüberschätzung und Überanstrengung. Besonders, wenn man sich vor dem Sprung ins kühle Nass in der Sonne aufheizt, kann das zu Kreislaufproblemen und im Ernstfall zu Bewusstlosigkeit und in weiterer Folge zu Ertrinken führen“, so Dunzendorfer. Wer Symptome eines Sonnenstichs oder Hitzekollaps wie Schwindelgefühle, Flimmern vor den Augen oder beschleunigten Puls nicht erkennt und dennoch ins Wasser geht, erhöht daher die Gefahr eines Ertrinkungsunfalls. Wichtig ist vor allem bei hohen Temperaturen, ausreichend und regelmäßig zu trinken und nicht erst, wenn man Durst verspürt, sowie sich im Schatten aufzuhalten.

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Sprünge

„Besondere Vorsicht ist beim Springen in unbekannte Gewässer geboten. Hier kommt es häufig zu Kopfverletzungen. Rund ein Fünftel aller Verletzungen beim Schwimmen oder Tauchen betreffen den Kopf. Auch Wirbelsäulenverletzungen sind typische Verletzungen nach einem Sprung in seichte Gewässer und können dramatische Folgen haben. Ich plädiere daher auch bei Erwachsenen für mehr Vorsicht und Risikobewusstsein beim Baden“, so Dunzendorfer.

Cornelia Schobesberger
August 2010


Foto: Bilderbox

Zuletzt aktualisiert am 11. Mai 2020