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Sekundenschlaf: Achtung bei langen Urlaubsfahrten

Sekundenschlaf: Achtung bei langen UrlaubsfahrtenDie Autofahrt in den Urlaub kann gefährlich werden, wenn man nicht ausreichend Pausen einlegt. Vor allem die Kombination von Hitze und Übermüdung kann zu Unfällen Führen, warnt das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).

Viele Österreicher treten ihre Urlaubsreise mit dem eigenen Pkw an. Gefährlich wird das, wenn trotz Müdigkeit am Steuer weitergefahren wird: Etwa acht von 100 tödlichen Unfällen sind auf Sekundenschlaf als Hauptunfallursache zurückzuführen, so das KfV.

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Zeichen für Übermüdung

„Tödliche Unfälle aufgrund von Übermüdung passieren vor allem auf Freilandstraßen in den frühen Abend- und Nachtstunden, aber auch tagsüber auf monotonen Fahrstrecken. Gerade bei der Fahrt in den Urlaub wird auf Pausen oft verzichtet, um schneller am Zielort zu sein – ein fataler Fehler, der Leben kosten kann“, betont Klaus Robatsch, Leiter Prävention im KfV. Zu den typischen Symptomen für Übermüdung zählen schwere Lider, häufiges Gähnen, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen oder auch Rücken- und Schulterschmerzen. Hinzu kommen Konzentrationsmängel, Reizbarkeit und eine wesentlich langsamere Informationsverarbeitung, was sich negativ auf die Fahrtüchtigkeit auswirkt. „Im Fahrverhalten zeigt sich die Ermüdung durch Fahrfehler, wie etwa zu geringem Abstand zum Vordermann, unangemessene Bremsmanöver oder unregelmäßige Geschwindigkeit. Schon bei den kleinsten Anzeichen von Müdigkeit sollte unbedingt eine Pause eingelegt werden“, unterstreicht Robatsch.

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Pausen einlegen

Speziell in Kombination mit sommerlicher Hitze können Urlaubsfahrten gefährlich werden. Zu den beliebtesten Autoreisezielen wie Italien oder Kroatien, müssen meist mehrere hundert Kilometer zurückgelegt werden – bei Fahrtantritt sollte man daher ausgeruht sein. Um der Hitze zumindest einen Teil der Fahrt zu entgehen, rät das KfV früh am Morgen loszufahren und in der Mittagszeit, wenn es am heißesten ist, eine längere Pause einzulegen. Dabei sollte man sich die Beine vertreten oder auch ein Nickerchen machen.

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Essen und Klimaanlage

Beim Essen empfiehlt sich leichte Kost, die den Körper nicht zusätzlich belastet, viel trinken –aber kein Alkohol. „Ist eine Klimaanlage vorhanden, muss darauf geachtet werden, dass diese auch nicht zu kalt eingestellt ist. Als Richtwert gilt eine Temperatur zwischen 20 und 24 Grad, denn ein zu großer Unterschied zwischen Außen- und Innentemperatur strapaziert den Körper zusätzlich“, erklärt Robatsch. Gerät man in einen Stau, sollte man auch bei Hitze unbedingt „cool“ bleiben, denn aggressives Drängeln bringt keine Zeitersparnis.

Cornelia Schobesberger
August 2010


Foto: Bilderbox

Zuletzt aktualisiert am 11. Mai 2020