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Unfallgefahren im Sommer

Unfallgefahren im SommerSo schön der Sommer auch sein mag, er birgt auch Gefahren. Jedes Jahr verletzen sich im Juli und im August tausende Menschen bei Freizeitunfällen so schwer, dass sie im Spital behandelt werden müssen. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) erwartet mehr als 100.000 Freizeitunfälle in den Sommermonaten.

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Jede Minute ein Freizeit- oder Sportunfall

Radfahren, Schwimmen, gemütliche Grillabende oder Gartenarbeit – die Sommermonate bieten vielerlei Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Doch ganz ungefährlich ist der Sommer nicht, warnt das KFV. „Laut unseren Prognosen werden sich in den heurigen Monaten Juli und August rund 102.000 Menschen bei Freizeitunfällen so schwer verletzen, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen“, sagt DI Klaus Robatsch, Leiter des Bereiches „Forschung & Wissensmanagement“ im KFV.

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Top 10 der Freizeit- und Sportunfälle im Sommer

Mehr als 8.000 verletzte Fußballer und Fußballerinnen werden für die kommenden Monate erwartet. Das sind laut KFV fast 25 Prozent aller Sportverletzten im Sommer überhaupt. Aber auch beim Radfahren, beim Wandern bzw. Bergsteigen, bei Badeunfällen oder beim Mountainbiken werden sich mehr Menschen verletzen als man annehmen würde, so das Kuratorium. Unter den Unfall Top Ten bei Freizeit- und Sportaktivitäten im Sommer werden sich darüber hinaus Inlineskaten und Skateboarden, Hand-, Volley-, Basketball, Gymnastik, Jogging, Laufen und Tennis befinden.

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Großteils Männer

Egal ob Inline-Skaten, Fahrradfahren oder Fußballspielen: Ein Großteil der Verletzten im Juli und August werden Männer sein, nämlich rund 70 Prozent, teilt das KFV mit. Fast jeder zweite Unfallpatient wird jünger als 25 Jahre sein. Wie übermütig es im Sommer gerade beim Sport teils zur Sache geht, zeigt auch der hohe Anteil an Frakturen (rund 50 Prozent), die vor allen die oberen Extremitäten betreffen. Der Anteil der Kopfverletzungen beträgt etwa sieben Prozent und kann vor allem bei Badeunfällen durch „Kopfsprünge“ bis zu 20 Prozent betragen. Aber auch Sehnen- und Muskelverletzungen, vor allem im Knie und Fußgelenk sowie Prellungen werden laut KFV den Ärzten zu schaffen machen. „Wer die Gipsabteilungen der Krankenhäuser nicht von innen kennen lernen möchte, muss vor allem zwei Tipps befolgen: Regelmäßiges Training und die richtige Schutzausrüstung sind oft die besten Garanten für mehr Sicherheit in Sport und Freizeit. Viele vergessen in ihrer Euphorie über die lang ersehnten sommerlichen Temperaturen, dass ihr Körper nicht auf die Aktivitäten vorbereitet ist. Hobbykicker sollten zum Beispiel entsprechend ihrer Kondition Spielzeit und Spielfeldgröße reduzieren und immer mit Schiedsrichter spielen. Für Inline-Skater und Skateboarder sind Handgelenksschoner, Helm, Ellenbogen- und Knieschützer ein absolutes Muss, beim Radfahren soll immer ein passender Radhelm getragen werden“, betont Robatsch.

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Auch Verkehrsunfälle sind im Sommer am häufigsten

Dass viele gerade im Sommer schnell „in die Freizeit“ wollen, lässt sich auch an den Verkehrsunfällen auf Österreichs Straßen feststellen: Demnach gibt es im Juli und August die meisten Unfälle im Jahresverlauf (rd. 3.800 Unfälle mit Personenschaden pro Monat, der Durchschnitt liegt bei 3.000 Unfällen mit Personenschaden). Als Hauptunfallursachen tödlicher Verkehrsunfälle gelten nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit, Vorrangverletzung, Unachtsamkeit/Ablenkung, Überholen, Alkohol am Steuer, Fehlverhalten von Fußgängern und Übermüdung.

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Statistik für mehr Sicherheit

Seit über zehn Jahren erhebt das KFV als eine der führenden Forschungsinstitutionen im Bereich Unfallprävention auch Daten zum Unfallgeschehen zu Hause, in der Freizeit sowie beim Sport. Auf Basis dieser umfassenden statistischen Informationen ist es möglich, weitere neue Konzepte zur Verringerung der Unfallzahlen zu entwickeln, verschiedenste Prioritäten in der Unfallprävention zu setzen und Erfolge in der geleisteten Präventionsarbeit nachzuweisen.

Cornelia Schobesberger
Juli 2013


Foto: KFV

Zuletzt aktualisiert am 11. Mai 2020