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Ernährung 2016

Ernaehrung_2016_130172_151x131.jpgDie Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit – kurz AGES – sorgt im Auftrag des „Lebensministeriums“ für einen sicheren Lebensmittelkreislauf „vom Acker bis zum Teller“. Zu ihren Aufgaben zählen auch Forschung: Jetzt hat sie ein Projekt gestartet, das bis 2016 unter Bürgerbeteiligung die Zukunft der Ernährung erforscht.

 

Im Rahmen des Forschungsprojekts „Future Foods 4 Men & Women“ soll geklärt werden, wie Lebensmittel künftig gekennzeichnet werden sollen oder was Frauen und Männer für besonders wichtig beim Thema Essen halten, so die AGES in einer Presseaussendung.


Die AGES

 

Neben dem sicheren Lebensmittelkreislauf sorgt die AGES für „effizienten Seuchenschutz für Mensch, Tier und Pflanze“ sowie für sichere und wirksame Medikamente. Ihr Leistungsspektrum umfasst weiters Analyse, Begutachtung, Überwachung, Zertifizierung und Zulassung im Lebensmittelbereich.

 

Die Zukunft unserer Ernährung wird innovativ

 

Gut die Hälfte der österreichischen Männer ist übergewichtig und adipös, bei den Frauen ist es rund ein Drittel. Empfehlungen für eine gesündere Ernährung gibt es viele. Trotzdem essen Österreicher im Schnitt zu viel Fett und Salz, aber zu wenig Obst und Gemüse, sowie Ballaststoffe. Das Wissen über gesunde Ernährung und das tatsächliche Ernährungsverhalten klaffen weit auseinander. Auch die wahrgenommenen Risiken zu Ernährung und Lebensmittelsicherheit (z. B. Schadstoffe, krankheitserregende Keime) stehen im Widerspruch zu den tatsächlichen ernährungs- und lebensmittelbedingten Erkrankungen, so die AGES.

Vor diesem Hintergrund sind Innovationen gefragt, die nicht nur wissenschaftliche Empfehlungen, sondern auch die Wünsche der Konsumenten berücksichtigen. Deswegen sucht die AGES Teilnehmerinnen und Teilnehmer an ihrem Forschungsprojekt, das die unterschiedlichen Lebensrealitäten und Bedürfnisse von Frauen und Männern berücksichtigt.

 

So machen Sie mit

 

Im Rahmen des Forschungsprojekts erarbeiten die Teilnehmer ihre Zukunftsvisionen zu den Themen Lebensmittelsicherheit und gesunde Ernährung. Ziel ist, wissenschaftliche Ansätze durch Alltags- und Erfahrungswissen der Bevölkerung zu ergänzen und somit eine relevantere Wissensgrundlage zu schaffen. Das Ergebnis des Projektes sind zwei Top-Ten-Listen (eine für Frauen, eine für Männer). Sie enthalten Empfehlungen für technologische Entwicklungen und Wissenschaft, die von den Bürgern als wichtig erachtet werden.

Die Top-Ten-Listen dienen als Basis für Produktinnovationen, neue Dienstleistungen, verbesserte Information für Verbraucher sowie Produktkennzeichnung.

 

Zunächst erhalten alle Teilnehmer einen Fragebogen, der die Einstellungen und Meinungen zu gesunder Ernährung und Lebensmittelsicherheit erfasst. Er bildet die Grundlage für den Gruppendialog und bildet die Unterschiede zwischen den Geschlechtern ab.

In einem ersten Workshop können die Teilnehmer ihre Auffassungen zu den Themen austauschen. Rechtzeitig vor dem Workshop 1 erhalten alle Teilnehmer Informationen zu den Themen Ernährung und Lebensmittelsicherheit in Form einer Broschüre.

Im Anschluss an den ersten Workshop formulieren AGES-Experten aus den gesammelten Ideen und Visionen Empfehlungen für Produktinnovationen und neue Dienstleistungen. Fragen für Forschung und Entwicklung werden herausgefiltert.

 

Bei einem zweiten Treffen diskutieren die Teilnehmer über die Expertenmeinung. Die Themen werden nach Wichtigkeit gereiht.

Abschließend haben Vertreter aus Wissenschaft, Politik, und Wirtschaft sowie Produktentwickler, Medien und potentielle Nutzer in einem eigenen Workshop die Gelegenheit, ihre Sichtweise auf die Empfehlungen einzubringen.

 

Konsumenten-Meinung zählt

 

Die AGES sucht Teilnehmer an der Studie, die bereit sind, „die Zukunft unserer Ernährung aktiv mitzugestalten“. Die Teilnehmer sollen zwischen 20 und 60 Jahren alt sein und bereit sein, sich zwei Workshop-Tage lang mit „Future Foods“ zu befassen. Um regionale Unterschiede zu berücksichtigen werden insgesamt 96 Teilnehmer – je 48 Frauen und Männer – in Wien, Graz. Linz und Innsbruck eingeladen. Workshop 1 findet April/Mai 2014 statt, Standorte werden in Kürze bekannt gegeben, Workshop 2 im Frühjahr 2015, diese Termine stehen noch nicht fest.

 

Ein Anmeldeformular steht auf der AGES-Seite (http://www.ages.at/index.php?id=27087) zum Ausfüllen bereit.

 

Mag. Christian Boukal

Februar 2014


Foto: BilderBox


Zuletzt aktualisiert am 11. Mai 2020