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Frau beißt von einer Schokoladentafel ab

Anti-Stress-Ernährung

Wie man mit den richtigen Lebensmitteln Kraft tankt und sich von der Zeitnot nicht zu schlechtem Essverhalten hinreißen lässt, erklärt die Diätologin Elisabeth Schmidbauer.

Ein voller Terminkalender in der Arbeit, Kinder und Haushalt – die schnelllebige Zeit macht Stress beinahe unvermeidbar. Bis Weihnachten heißt es für viele einfach Augen zu und durch. "Stress ist jedoch nicht nur ungesund, er macht auch dick. Aber dagegen lässt sich etwas tun", sagt Elisabeth Schmidbauer, Diätologin im Landeskrankenhaus Schärding.

 

Besonders wichtig sei es, sich seiner Ess- und Trinkgewohnheiten bewusst zu werden und Änderungen schrittweise anzugehen. "Hilfreich ist es, Mahlzeiten im Vorhinein zu planen oder vorzubereiten, damit kann die Frage Was wird heute wieder gegessen?‘ ohne zusätzlichen Druck vermieden werden", sagt Schmidbauer. Nicht umsonst lasse die Kombination aus Hunger und Zeitdruck viele zu ungesundem Fastfood greifen. "Um dem Stress entgegenzuwirken, sollte man regelmäßig essen, also mindestens dreimal am Tag", so die Diätologin. Am besten ohne Hetze und Ablenkung. Am besten, man lege sich wöchentlich ein Ernährungsziel zurecht. Das könnte laut Schmidbauer zum Beispiel lauten: Diese Woche nehme ich mir immer 20 Minuten Zeit, um in Ruhe zu essen. Auch folgende Ernährungstipps sind laut Schmidbauer hilfreich, wenn man sich gestresst fühlt:

  

  • Trinken Sie mindestens 1,5 bis 2,5 Liter über den Tag verteilt, damit weniger Müdigkeit aufkommt.
  • Komplexe Kohlenhydrate in Gemüse, Kartoffeln, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten spenden langfristig Energie.
  • Grünes Gemüse, Beeren, Nüsse: Wegen ihres hohen Magnesiumanteils gelten diese Lebensmittel als Anti-Stress-Essen. Relax-Snacks für zwischendurch sind Bananen und Samen.
  • Kalzium stärkt Knochen und Nerven. Es steckt nicht nur in Milchprodukten, sondern ebenso in Grünkohl, Brokkoli, Rucola und Sesamsamen. Vitamin- und Mineralstoffbomben sind Wildkräuter.
  • B-Vitamine kommen in Gemüse, Milchprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen vor und haben positiven Einfluss auf die nervliche Belastbarkeit, die Leistungsfähigkeit und die Stimmung.
  • Die Vitamine A, C, E und sekundäre Pflanzenstoffe beugen Erkältungskrankheiten vor. Essen Sie täglich Gemüse und Obst in den Ampelfarben Rot, Gelb, Grün und kombinieren Sie dazu hochwertige pflanzliche Öle wie Leinöl, Rapsöl, Weizenkeime.
  • Omega-3 beugt psychischen Erkrankungen vor und unterstützt die Denk- und Merkfähigkeit. Essen Sie daher zwei Mal pro Woche Fisch. Lachs, Makrele und Hering, aber auch Lein-, Raps- und Wahlnussöl haben hohe Omega-3-Anteile und machen ausgeglichen.
  • Cashew-Kerne und Kakao: Darin stecken Tryptophane, aus denen der Körper das Glückshormon Serotonin bildet. Genießen Sie auch ab und zu ein kleines Stück Schokolade oder eine Tasse Kakao.


Zeitungsrolle der OÖNachrichtenOÖN

Gesundheitsmagazin der OÖNachrichten

25. November 2015

  

Foto: shutterstock

Zuletzt aktualisiert am 11. Mai 2020