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Make up

Gutes Make-Up muss nicht teuer sein

Foundation-Make-Up oder „Grundierung“ soll einen makellosen Teint erzeugen und möglichst natürlich wirken. Dass sich in diesem Bereich auch kostengünstige Kosmetika gegenüber teuren Produkten behaupten können, zeigt ein im Verbrauchermagazin „Konsument“ veröffentlichter Test. 

Zwölf Make-Ups, darunter zwei Naturkosmetik-Produkte, mit Preisen von 13,30 bis 145,- Euro pro 100 Milliliter bzw. 100 Gramm wurden getestet. Einer der beiden Testsieger ist das preisgünstigste Make-Up im Test und noch dazu ein Naturkosmetik-Produkt, teilten die Konsumentenschützer mit. Bei der Anwendung und den kosmetischen Eigenschaften konnten fast alle Produkte überzeugen. Drei Make-Ups enthielten jedoch problematische Inhaltsstoffe. 

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Inhaltsstoffe 

Weder Keime noch Schwermetalle stellten im Laufe des Tests Problem dar. Problematische Inhaltsstoffe waren dennoch in einigen Make-Ups zu finden. Drei Produkte enthielten das Siloxan D5 (Decamenthycyclopentasiloxan). D5 ist ein schwer abbaubarer Stoff, der sich in Wasserorganismen anreichert und im Verdacht steht, in der Umwelt ähnlich wie ein Hormon zu wirken. Zudem wurde in dem Produkt einer Marke auch der Duftstoff Lilial gefunden. Diese Verbindung könnte die Fortpflanzungstätigkeit beeinträchtigen. 

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Mikroplastik 

Viele Konsumentinnen und Konsumenten sind wegen der Verwendung von Mikroplastik in Kosmetik-Produkten besorgt. Welche Gefahren von den Kunststoffteilchen ausgehen, können Wissenschaftler bisher jedoch noch nicht abschätzen, so „Konsument“. Es fehlen zudem Daten und Prüfmethoden, um Mikroplastik in Kosmetika eindeutig zu bestimmen. Im Rahmen des Tests wurde daher direkt bei den Unternehmen nachgefragt, ob ihre Produkte Mikroplastik enthalten. Leider reagierten die meisten Unternehmen gar nicht oder machten keine näheren Angaben dazu. „Wer sichergehen will, dass kein Mikroplastik in Kosmetika enthalten ist, sollte zu zertifizierter Naturkosmetik greifen. Sie darf keine synthetischen Polymere enthalten, also auch kein Mikroplastik, und ist frei von erdölbasierten Rohstoffen“, rät Dr. Birgit Schiller vom Verein für Konsumenteninformation (VKI).

 

Die ausführlichen Testergebnisse gibt es in der April-Ausgabe der Zeitschrift „Konsument“ und auf www.konsument.at.

 

Cornelia Schobesberger

Juni 2020


Bild: shutterstock



Zuletzt aktualisiert am 05. Juni 2020