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Mann rasiert sich

Bart ab – Virus ohne Heim

Bartträger haben es aktuell ein bisschen schwerer als wir alle: Nicht nur müssen sie Mund und Nase sondern auch ihren Bart in einer Maske unterbringen. Es besteht auch der Verdacht, dass ihre Gesichtsbehaarung den gefürchteten Viren länger Quartier gibt, als ein glattes Kinn. 

Die langen Hipster-Vollbärte sind vielleicht derzeit doch nicht so hip. Stehen lange Vollbärte doch im Verdacht, die gefürchteten Viren länger zu beherbergen, als ein rasiertes Kinn. Hinzu kommt, dass die vorgeschriebenen Mund-Nasen-Masken über einem langen Vollbart nicht richtig sitzen. 

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Maske sitzt nicht 

Die Verwaltung eines Krankenhauses im britischen National Health Service (NHS) hat Angestellte gebeten, sich den Bart abzurasieren, um sicherzustellen, dass Gesichtsmasken auch dicht schließen – als Maßnahme gegen die Verbreitung von COVID-19, berichtete die deutsche Medizinplattform medscapemedizin.de schon am 25. März 2020.

Ein entsprechendes Mail verfasste Dr. Derek Sandeman, medizinischer Direktor des University Hospital Southampton NHS Foundation Trust. Er verschickte auch eine Infografik (753.7 KB) der US Centers for Disease Controle and Prevention (CDC), Atlanta, die verschiedene Bartstile und deren Kompatibilität mit Schutzmasken zeigt, siehe am Ende des Artikels. Manche Bärte beeinträchtigen den Schutz, indem sie zu keinem dichten Sitz führen.

Die US-amerikanische Behörde hat eine ganz Reihe von FAQs für den richtigen Sitz der Atemschutzmasken auf seiner Webseite aufgelistet (nur in Englisch).

 

Mag. Christian Boukal

Mai 2020


Bild: shutterstock


Infografik der US Centers for Disease Controle and Prevention (CDC), Atlanta (753.7 KB)


Zuletzt aktualisiert am 04. Mai 2020