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Baby weint

Baby brüllt ständig: Eltern sollten Schreitagebuch führen

   Kaum etwas strapaziert die Nerven von frischgebackenen Eltern mehr als das Schreien ihres Kindes. Umso schlimmer ist es, wenn es häufig und lange brüllt - und sich nicht beruhigen lässt. Was tun?

 

   Das Baby schreit stundenlang. Singen, Streicheln oder Schnuller bringen nichts. Für Eltern ist das belastend. Ist mit dem Nachwuchs alles in Ordnung? Rund jeder fünfte Säugling sei von sogenannten Regulationsstörungen betroffen und schreie deshalb ungewöhnlich viel, vor allem am Nachmittag und in der ersten Hälfte der Nacht, erklären Kinderärzte.

 

   Wichtig: Eltern sollten sich keine Vorwürfe machen, wenn sich das Kind nicht beruhigen lässt. Und auf keinen Fall sollten sie gegenüber dem Baby handgreiflich werden und es etwa schütteln - das kann zu schweren Verletzungen führen und schlimmstenfalls tödlich sein.

 

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   Schreitagebuch führen

 

   Manchmal schätzen Eltern falsch ein, wie lange und oft ihr Kind schreit. Darum raten die Kinderärzte, ein Schreitagebuch zu führen. Weint und brüllt das Baby über mehrere Tage hinweg immer wieder sehr lange, ohne sich beruhigen zu lassen, sollte man sich an die Kinderärztin oder den Kinderarzt wenden – die klären ab, ob vielleicht etwas Ernstes dahintersteckt. In den meisten Fällen könnten sie die Eltern allerdings beruhigen, betonen die Experten.

 

   Was hilft? Hat das Kind mit Blähungen zu kämpfen, entspannt es sich vielleicht, wenn man mit dessen Beinen vorsichtig Fahrradbewegungen imitiert - ungefähr so, als würde das Baby in die Pedale treten.

 

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   Verschiedene Auslöser in Verdacht

 

   Die Ursachen hinter den Schreiattacken sind den Experten zufolge nicht abschließend geklärt: Als Auslöser im Verdacht stünden unter anderem ein sich noch entwickelndes Verdauungs- und Nervensystem, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, aber auch Überempfindlichkeit oder Überstimulation.

 

   Von Schreibabys spricht man den Angaben nach, wenn Säuglinge an mindestens drei Tagen in der Woche aus unerklärlichen Gründen mehr als drei Stunden schreien und kaum zu beruhigen sind. Diese Attacken beginnen demnach meist etwa im Alter von zwei Wochen und lassen mit rund drei Monaten nach.

 

Quelle: Köln (APA/dpa) -2020-05-05/16:15

Bild: APA (dpa/gms/Mascha Brichta)


Zuletzt aktualisiert am 14. Juli 2020