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Frau im Krankenhaus wird getrackt

Modernes Besuchsmanagement in oö. Spitälern

Vor kurzem wurde das wegen der Corona-Pandemie verhängte Besuchsverbot in Krankenhäusern gelockert. In den oö. Regionalkliniken und dem Kepler Universitätsklinikum der OÖ Gesundheitsholding (OÖG) sowie in den Ordensspitälern wurde eine neue Besuchsregelung eingeführt. Neben der 4x1-Regel kommt nun ein elektronisches Gesundheitsticket zum Einsatz. 

Die 4x1-Regel garantiert die im Spitalsbereich wichtigen Schutzmaßnahmen. Sie ist leicht zu merken: An einem Tag kann ein Patient von einem Besucher eine Stunde lang besucht werden. Dazu könnte man noch die Abstandsregel von (mindestens) einem Meter nehmen, das wäre dann die 5.x1-Regel.

Eine innovative Lösung in Form eines elektronischen Gesundheitstickets unterstützt nun das Besuchermanagement im Spital und ermöglicht Patienten und Besuchern eine sichere und einfache Handhabung. 

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Technik hilft Mitarbeitern, Patienten und Besuchern 

Wegen Corona wird vieles im Krankenhaus neu überdacht, etwa wie Mitarbeiter besser entlastet werden. Oder wie sie und Patienten bestmöglich geschützt werden. Hier kann die Technik viel helfen – so auch bei sicheren und effizienten Besucherregelung.

Für den größten Schutz aller gilt an allen oberösterreichischen Krankenhäusern die „4x1“ Besuchs-Regel. Durch den Einsatz moderner Technik versucht man bestmöglich, Schutz und Entlastung der Mitarbeiter zu vereinen. Daher wurde ein Gesundheitsticket entwickelt. Diese einfache digitale Anwendung macht einen sicheren Besuch, bei geringerem Verwaltungsaufwand, möglich. 

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Schutzmaßnahme Schleuse 

Die Gesundheitschecks an den Schleusen, durch die alle Besucher die Kliniken betreten müssen, dienen der Sicherheit aller Patienten und des gesamten Gesundheitspersonals. Um die Abwicklung an den Schleusen zu beschleunigen und damit die Wartezeit für die Besucher zu reduzieren, wurde eine innovative Lösung entwickelt: das Gesundheitsticket „covidoor“. 

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Schneller durch die Schleuse mit „covidoor“ 

Besucher können bereits bevor sie ins Spital kommen online alle Gesundheitsfragen beantworten, die ihnen auch in der Schleuse gestellt werden. Auf der Webseite covidoor.com kann man sich nach Beantworten der Gesundheitsfragen und der Eingabe des Namens ein Gesundheitsticket ausstellen lassen. Die Webseite wurde in mehreren Sprachen programmiert, um Sprachbarrieren zu überwinden. An der Schleuse kann man dieses Gesundheitsticket entweder direkt am Handy, als e-Mail oder in Form eines Ausdruckes vorweisen. Mit Wärmebildkameras wird noch die Temperatur der Besucher kontrolliert, um auszuschließen, dass Besucher mit Fieber das Spital betreten.

„Für das Gesundheitsticket sind weitere Ausbaustufen und technische Erweiterungen geplant, um die Abläufe in unseren Kliniken technisch zu unterstützen. Als Spitalsträger sind wir verpflichtet, sämtliche geltenden Regelungen zum Abstandhalten und zum sogenannten Contact Tracing – also der Rückverfolgung von Infektionsketten – sicherzustellen. Mit dem Gesundheitsticket in Kombination mit dem PIN gelingt es uns auch, Wartezeiten an den Schleusen deutlich zu verkürzen“, sagt Mag. Dr. Franz Harnoncourt, Vorsitzender der Geschäftsführung der OÖ Gesundheitsholding. 

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Zusätzlicher Besucher-PIN bei OÖG für gewünschten Besuch 

Die Patienten in den Spitälern der OÖ Gesundheitsholding können zudem selbst entscheiden, wer sie besuchen kommen darf. In allen neun Kliniken der OÖG gibt es einen täglich wechselnden PIN, den die Patienten ihrem Wunschbesucher zukommen lassen können. Der PIN des Tages ist am Bildschirm beim Patientenbett ersichtlich. Das Klinikpersonal unterstützt aber auch alle Patienten, die nicht in der Lage sind, den Besucher PIN weiterzugeben. Der Besucher-PIN wird an der Schleuse am Klinik-Eingang abgefragt oder zuvor beim Ausstellen des elektronischen Gesundheitstickets eingegeben. 

„Für die OÖ Ordensspitäler bedeutet der jetzt wieder mögliche Besuch der Patienten einen wichtigen Beitrag zur Genesung. Das Lösen eines covidoor-Gesundheitstickets vor dem vereinbarten Spitalsbesuch hilft uns, dass der Check an der Gesundheitsschleuse rasch erfolgt und dass die gültigen Besuchsregeln eingehalten werden“, betont Mag. Peter Ausweger, Sprecher der OÖ Ordensspitäler.

 

Mag. Christian Boukal / OÖG

Juli 2020


Foto: OÖG

Zuletzt aktualisiert am 08. Juli 2020