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Frau fährt in der Stadt mit einem E-Bike

E-Bike-Test: Viele mit gravierenden Sicherheitsmängeln

Bereits jedes dritte in Österreich verkaufte Rad ist ein E-Bike. Mit dem E-Motor schaffen die Radler steile Anstiege mit minimalem Kraftaufwand. Dass es aber nicht egal ist, welches Rad angeschafft wird, zeigt der aktuelle Test der Konsumentenschützer der Arbeiterkammer OÖ (AKOÖ). 

Das Magazin „Konsument“ testete zwölf E-Bikes: Nur vier bekamen das Testurteil „gut“ von den Konsumentenschützern der AKOÖ, zwei erwiesen sich als gar als brandgefährlich und fielen deshalb durch. Beim Rest wurden Rahmenrisse und Schadstoffe entdeckt. Den gesamten Test (2.0 MB) finden Sie am Ende des Artikels. 

Preis sagt nichts über die Qualität aus 

Geprüft wurden die Räder im Labor und im Praxistest auf Fahrverhalten, Fahrstabilität, Komfort, Wendigkeit und Geräusche. Ebenso wurden Antrieb, Handhabung und die Sicherheit begutachtet. Die Preise der getesteten E-Bikes betragen zwischen 2.300 Euro und 3.500 Euro.

Testsieger mit 76 Prozentpunkten wurde ein oberösterreichisches Produkt. Es hängte die elf Konkurrenten vor allem im Prüfpunkt „Fahren“ ab. Auch die weiteren Prüfkriterien „Antrieb“, „Handhabung“ sowie „Sicherheit und Haltbarkeit“ meisterte es tadellos.

  • Dreimal gab es ein „durchschnittlich“ wegen Schadstoffbelastung.
  • Für drei weitere Räder gab es aufgrund von Anrissen nach der Dauerprüfung oder fehlende Fahrstabilität mit Gepäck ein „weniger zufriedenstellend“.
  • Dass der Preis nichts über Qualität aussagt, zeigten zwei der teuersten Räder im Test. Die deutschen Premium-Produkte haben den Standardtest zur Brandsicherheit des Ladegerätes oder des Akkus nicht bestanden und fielen daher mit „nicht zufriedenstellend“ durch. 

Tipps für den Kauf

  • Unternehmen Sie vor dem Kauf eine ausgiebige Probefahrt und testen Sie das Fahrrad in den unterschiedlichen Fahrsituationen (Auf- und Absteigen, bergauf, in der Kurve und beim Bremsen)
  • Nehmen Sie sich Zeit und eventuell Hilfe in Anspruch, um Ihr Rad auf Sie anzupassen.
  • E-Bikes mit Scheibenbremsen bieten die größte Sicherheit.
  • Überlegen Sie sich, wo Sie Ihr Rad sicher abstellen und verwahren können. Die Räder (meist über 25 Kilo) über eine Treppe zu tragen, wird für viele schwierig bis unmöglich sein.
  • Wenn Sie mehr Überlandfahrten unternehmen und in hügeligem Gebiet radeln, entscheiden Sie sich für ein E-Bike mit Kettenschaltung.
  • E-Bikes sind nichts für Raser. Ihre Motorunterstützung wird bei 25 km/h abgeregelt. 

E-Bike-Test









Mag. Christian Boukal / AKOÖ

August 2020


Bild: shutterstock


Zuletzt aktualisiert am 21. August 2020