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Frau steht am Fenster in der dunklen Wohnung

"Schritt für Schritt" raus aus der Pandemiemüdigkeit

   Die monatelangen Einschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie können auf Dauer zermürben. Ein Psychologe erklärt, wie man Antrieb gewinnt und geduldig bleibt.

 

   Beschäftigung und Ablenkung wirken während der Corona-Pandemie aufbauend. Um geduldig zu bleiben, kann es helfen, Dinge anzugehen, die man lange aufgeschoben habe, sagt der Notfallpsychologe Florian Stoeck.

 

   Rund ein Jahr nachdem die ersten Ansteckungen mit dem Coronavirus nachgewiesen wurden, sind viele Menschen pandemiemüde.

 

   Um dagegen anzukommen, ist es dem Psychologen zufolge wichtig, die positiven Dinge zu sehen. Menschen, die komplett antriebslos sind, rät Stoeck, sich kleine Ziele zu setzen und diese "Schritt für Schritt" anzugehen. Wer beispielsweise schon immer ein Buch schreiben wollte, sollte im besten Falle zunächst mit einem Artikel oder einer Kurzgeschichte anfangen.

 

   Das Geheimrezept sei: Kräfte sammeln, wo immer es möglich ist. "Tapfer bleiben, ein Stück weit das Ganze akzeptieren, wie es ist - und versuchen, mit Sport, Ausgleich und vielen schönen Dingen sich eine gute Zeit zu machen", lautet die Empfehlung des Experten.

 

   In dieser Zeit sehr strapazierten Familien rät er, klare Strukturen und Regeln festzulegen. Dabei sollten bewusst Zeiten eingeplant werden, "in denen Familie gelebt wird". Wichtig sei dann auch, einmal rauszugehen, um nicht den ganzen Tag in der Wohnung zu sein.

 

Quelle: Berlin (APA/dpa) - 2021-01-26/12:09
Bild: APA (dpa/gms/Peter Steffen)



Zuletzt aktualisiert am 02. März 2021