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Kühlschrank: Stromsparend kühlen und gefrieren

Kühlschrank: Stromsparend kühlen und gefrieren

Durch Abtauen und weitere einfache Maßnahmen verbrauchen Kühl- und Gefriergeräte bis zu 50 % weniger Strom. Das ist in vielen Fällen wirksamer, als ein neues Gerät zu kaufen. 

Bereits eine Eisschicht von einen Zentimeter im Gefriergerät, erhöht den Energieverbrauch erheblich. Dann ist Abtauen angesagt, rät DIE UMWELTBERATUNG, einer Einrichtung der Wiener Volkshochschulen GmbH, basisfinanziert von der Wiener Umweltschutzabteilung - MA22.

Der Inhalt des Tiefkühlers kann bei Minusgraden im Freien oder sonst im Kühlschrank zwischengelagert werden. Wächst die Eisschicht schnell wieder nach, sind eine defekte Dichtung oder ein Defekt im Kühlkreislauf schuld. In diesem Fall ist der Tausch der Dichtung oder eine Reparatur durch einen Fachbetrieb notwendig, so die Umweltorganisation.

Eine Eisschicht auf der Kühlschrank-Rückwand bedeutet, dass die Temperatur zu nieder eingestellt ist. 

Strom sparen zahlt sich aus 

Der Stromverbrauch von Kühl- und Gefriergeräten beträgt durchschnittlich je Haushalt 10 bis 15 Prozent des gesamten Stromverbrauches. Durch energiesparende Nutzung der Kühl- und Gefriergeräte können ungefähr 30 bis 50 Prozent der Kühlenergie eingespart werden – das sind pro Jahr in einem Haushalt mit vier Mitgliedern etwa 100-250 kWh oder 20-50 Euro jährlich. 

Tür zu! 

Wer die Tür des Kühl- und auch des Gefriergerätes so rasch wie möglich wieder schließt, spart Strom. Besser ist es, zweimal kurz auf- und zuzumachen als die Türe offen stehen zu lassen, während man sich ein Glas einschenkt. 

Gut befüllt 

Ein gut gefüllter Kühlschrank muss sich weniger anstrengen, wenn zimmerwarme Produkte eingeräumt werden. Ein Teil der Kühlung wird nämlich von den bereits eingelagerten Produkten übernommen. 

Die Einstellung macht den Unterschied 

Eine zu tiefe Kühl- und Gefriertemperatur verbraucht unnötig viel Strom. Temperaturen von +5 °C bis +7 °C im Kühlschrank und -18 °C im Gefriergerät sind optimal. Bei neueren Geräten kann die Temperatur direkt eingestellt werden. Älteren Geräten verfügen oft nur über einen Stufen-Drehregler. Dann lohnt sich die Anschaffung eines Kühlschrankthermometers. Das Thermometer am besten in die Mitte des Gerätes legen und die richtige Stufe herausfinden. 

Manche mögen’s kalt 

Kühl- und Gefriergeräte sollten nicht neben dem Herd oder der Heizung stehen. Es ist auch ungünstig, wenn die Sonne durch das Fenster direkt auf den Kühlschrank scheint. Denn je wärmer die Umgebungstemperatur ist, desto höher ist der Stromverbrauch des Geräts. 

Reparieren vs. Austauschen 

Ob eine Neuanschaffung sinnvoll ist, hängt von der Energieeffizienzklasse des alten und neuen Modells sowie vom Alter ab. DIE UMWELTBERATUNG empfiehlt bei alten Geräten (≥10 Jahre) oder bis Energieeffizienz-Klasse B eine Stromverbrauchsmessung und diesen Messwert mit den Angaben zum Energieverbrauch eines neuen Gerätes zu vergleichen. Wird durch ein effizienteres Gerät eine Stromeinsparung von 50-80 Prozent erzielt, lohnt sich ein Neugerät. 

Tipps von der UMWELTBERATUNG 

Achten Sie bei einem Neukauf auf den passenden Gerätetyp und die richtige Größe. Nicht genutzte Gefrierfächer oder überdimensionierte Geräte verbrauchen unnötig Strom und führen zu Mehrkosten. Also das Gerät richtig dimensionieren!

Und ganz wichtig: Auch bei einem Gerät mit niedrigem Energieverbrauch ist die energiesparende Nutzung das Um und Auf. Denn sorgloser Umgang macht die Wirkung des besten Gerätes zunichte, so die Umweltorganisation.

 

DIE UMWELTBERATUNG / Mag. Christian Boukal
März 2022


Bild: BravissimoS/shutterstock.com




Zuletzt aktualisiert am 09. März 2022