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Mann grillt

Grillen: Bald wieder gefragt

Bald wird das Grillen wieder möglich – und auch erlaubt – sein. Auch wenn es die sattsam bekannten Abstandregeln eventuell ein bisschen ungemütlicher als sonst machen, werden sich viele Österreicher (die Männer) ihrer ursprünglichen Bestimmung erinnern: Fleisch auf offenem Feuer verbrennen. 

Der Verein für Konsumenteninformation der Arbeiterkammer OÖ (AKOÖ) hat einige „Grillregeln“ zusammengefasst. 

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Fleischqualität 

Gutes Fleisch fühlt sich fest an und lässt sich nicht stark eindrücken. Die Oberfläche muss einen frischen Glanz haben und darf nicht schmierig sein. Graue Stellen bei gut gekühltem, offen eingekauftem Fleisch sind kein Zeichen für schlechte Qualität. Sie bedeuten nur, dass die Ware schon länger offen herumliegt. Viele Grillfans schwören auf durchzogenes Fleisch mit einer schönen Marmorierung. 

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Welche Marinade macht das Fleisch g´schmackig? 

Öl hält das Fleisch saftig, etwas Säure wie Essig oder Zitronensaft macht es zarter. Für mehr Geschmack sorgen Senf, Sojasauce, Joghurt und Ingwer. Natürlich kann man auch Kräuter, Pfeffer, Paprika, Honig oder Knoblauch in die Marinade mischen. Für intensiven Geschmack das Fleisch zwei bis vier Stunden vor dem Grillen oder am besten gleich über Nacht in die Marinade einlegen. Wer es lieber trocken mag, kann die Fleischstücke auch mit einer Zucker-Salz-Kräuter-Mischung einreiben (Dry Rub) und mindestens eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen. 

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Öl 

Kaltgepresste Öle, wie etwa Olivenöl oder Kürbiskernöl eignen sich hervorragend für Beilagensalate. Raps- und Sonnenblumenöl sind praktische Allzwecköle sowohl für die kalte als auch warme Küche. 

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Fisch 

Viele Fische lassen sich einfach im Ganzen auf dem Grill zubereiten. Der Fisch muss entschuppt, der Länge nach aufgeschnitten und ausgenommen sein. Am besten in einen Fischkorb einklemmen, damit er beim Zubereiten nicht zerfällt. Den Fisch nur wenig würzen. Innen und außen salzen, den Bauch mit etwas Knoblauch und frischen Kräutern füllen. Die Haut sparsam mit Öl bestreichen und ab damit auf den Rost. 

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Vegetarier 

Gemüsesorten wie Maiskolben, Erdäpfel, marinierte Champignons, Zucchini und Melanzani, aber auch Grillkäse sind typische vegetarische Grillzutaten. Minikürbisse, große Tomaten, Paprika und Gemüsezwiebeln lassen sich gut füllen. Auch vegetarische Würste und sonstige Produkte aus Tofu oder Pflanzeneiweiß schmecken gegrillt. 

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Keine giftigen Schadstoffe 

Fleisch und Wurstwaren nicht zu lange großer Hitze aussetzen, dann können Schadstoffe wie HAA (heterozyklische Amine) erst gar nicht entstehen. Die Bildung von Schadstoffen lässt sich auch verringern, wenn Grillgut und Rost möglichst weit voneinander entfernt sind. Wenn Fett aus Fleisch oder Fisch beziehungsweise Öl von der Marinade in die Glut (oder auf die Heizschlange beim Elektrogrill) tropft, können krebsauslösende PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) entstehen.

 

Mag. Christian Boukal / VKIOÖ

Juni 2020


Bild: shutterstock


Zuletzt aktualisiert am 19. Juni 2020