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Test: Schoko-Zerealien – Z wie Zuckerbomben

Test: Schoko-Zerealien – Z wie Zuckerbomben

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat Schoko-Zerealien unter die Lupe genommen. Ob bio oder konventionell: Die meisten Produkte sind weit von einer gesunden Mahlzeit entfernt, so das Fazit der Tester. 

Kakaohaltige Frühstücksflocken geraten allein wegen der Aufmachung eher selten in den Verdacht, zu einer ausgewogenen Ernährung beizutragen – auch wenn der eine oder andere Hersteller immer noch versucht, mit Auslobungen wie „vitaminreich“, „XX % Vollkorn“ oder „zuckerreduziert“ den Eindruck der Zuckerbombe zu vermeiden, so der VKI. 

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Mehr Nascherei denn Frühstück 

Wie gesund beziehungsweise ungesund Schoko-Pops & Co wirklich sind, hat der VKI im Rahmen des EU-Projektes FoodPRO gemeinsam mit europäischen Konsumentenorganisationen untersucht. Dabei wurden zwölf Schoko-Zerealien, darunter fünf Bio-Produkte, mit Preisen von 27 Cent bis 1,20 Euro pro 100 g einer Prüfung unterzogen. Das Ergebnis: Nur zwei Produkte waren hinsichtlich ihres Zuckergehalts einigermaßen unbedenklich. Für den Rest gilt: Mehr Nascherei denn Frühstück. 

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Rezeptur 

Insgesamt wurden drei „gute“, sieben „durchschnittliche“ und zwei „weniger zufriedenstellende“ Bewertungen vergeben. Alle Details zum Test gibt es auf der Seite des VKI. Sowohl die zwei besten als auch die zwei schlechtesten Produkte stammen aus biologischer Erzeugung. Zwei Bioprodukte waren mit jeweils 1,20 Euro pro 100 Gramm nicht nur die teuersten Produkte, sondern enthielten laut VKI mit fast 30 Gramm pro 100 Gramm auch den meisten Zucker, dafür aber nur halb so viele Ballaststoffe wie der Testsieger. „Das zeigt, dass bio nicht automatisch gesunde Nahrung bedeutet, sondern es wie bei konventionellen Produkten auch auf die Rezeptur ankommt“, erläutert VKI-Ernährungswissenschaftlerin Birgit Beck. „Insgesamt war der Zuckergehalt der meisten getesteten Produkte erwartungsgemäß recht hoch. Er lag zwischen 13 und 29,6 Gramm pro 100 Gramm. Die WHO empfiehlt, dass ein Volksschulkind täglich nicht mehr als 25 bis 50 g Zucker zu sich nimmt – das entspricht bis zu 12 Stück Würfelzucker. Eine Portion Schoko-Zerealien zum Frühstück kann davon bereits einen beträchtlichen Anteil ausmachen.“ 

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Alternative 

Als Alternative empfiehlt die VKI-Ernährungswissenschaftlerin Getreideflocken, Grieß oder Reis mit Milch oder Pflanzendrinks. „Eine süße Note kann man dem Ganzen dann auch noch mit Früchten verleihen. Das ist nicht nur gesünder, sondern oft auch weit preisgünstiger“, so Beck.

 

VKI / Cornelia Schobesberger
September 2021


Bild: Steph Mattioli/shutterstock.com



Zuletzt aktualisiert am 01. September 2021