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Einproblemweniger: Plattform mit Tipps und Unterstützung für Ältere

Einproblemweniger: Plattform mit Tipps und Unterstützung für Ältere

Alexa? Smart Safety? Ambient Assistent Living? Orientierungshilfe zu neuen, aber auch altbewährten Produkten, die helfen können, Unfälle zu reduzieren, bietet eine neue Informationsplattform des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit). 

Nützliche Sicherheitstipps und ein digitaler Sturztest, der Aufschluss über das persönliche Verletzungsrisiko gibt, sind darin integriert.

 

Stolperfallen 

Teppichkanten, Haustiere, lose Kabel – das sind die häufigsten Unfallauslöser für betagtere Menschen. Mit zunehmendem Alter steigt die Gefahr, einen Unfall zu erleiden. In Österreich verletzen sich pro Jahr mehr als 230.000 Menschen über 60 Jahre so schwer, dass sie im Spital behandelt werden müssen. Das sind mehr als 600 ältere Menschen täglich! Rund 65 Prozent der Unfälle ereigneten sich im Jahr 2020 im eigenen Haushalt oder in der näheren Wohnumgebung. „Gerade in den letzten Jahren sind viele Produkte auf den Markt gekommen, die die Lebensqualität von älteren Personen positiv beeinflussen können beziehungsweise die einfach nützlich sind. So können etwa Tablets oder Mobiltelefone und andere smarte Geräte den eigenen Alltag von älteren Personen auch deutlich erleichtern. Um hier einen Überblick zu geben, hat das KFV eine Auswahl an Produkten und Services zusammengestellt, die das Potential haben die Sicherheit zu erhöhen und Unfallrisiken zu minimieren“, erläutern die Expert:innen der KFV-Unfallforschung im Bereich Sport- und Freizeitprävention.

 

Befragung 

Insbesondere durch Faktoren wie beeinträchtigter Gesundheitszustand, die Einnahme von Medikamenten und das Alleinleben schnellt das Unfallrisiko für ältere Menschen in die Höhe – das hat eine repräsentative Studie des KFV mit 1.000 Befragten über 60 Jahren neuerdings ergeben.

Ein weiteres Ergebnis der Studie zeigt eine auffällige Diskrepanz zwischen subjektiver Wahrnehmung und realen Zahlen hinsichtlich der Sturzgefahren: Obwohl sich 77 Prozent der Befragten in ihren eigenen vier Wänden sehr sicher fühlen, müssen dennoch jährlich rund 115.000 Menschen über 60 Jahre speziell aufgrund eines Sturzes im eigenen Haushalt im Spital behandelt werden. 

 

Unfälle durch Präventionsmaßnahmen 

Nach wie vor ist die vorsorgliche Sicherung der eigenen vier Wände für Menschen in der nachberuflichen Lebensphase nicht allerorts auf der Agenda. Dabei hat jeder Unfall seine Ursachen – und ist daher auch vermeidbar. Ein paar technische Verbesserungen und praktische Tipps könnten schon viele Unfälle im Vorfeld verhindern. So helfen heutzutage z.B. smarte Lampen, die mittels Bewegungsmelder aktiviert werden, Stufen gut erkennbar zu machen – auch wenn man selbst nicht mehr gut sieht. Auch eine sicher verwendete Sprachsteuerung kann heutzutage zur Steigerung der Lebensqualität beitragen.

Mehr Infos auf der neuen Seite des KFV.

 

KFV / Mag. Christian Boukal
Dezember 2021


Bild: KFV


Zuletzt aktualisiert am 22. Dezember 2021