Diät-Trends im Faktencheck
Hilft Intervallfasten beim Abnehmen? Oder gar der tägliche Löffel Apfelessig? Die Antwort: Weniger ist manchmal tatsächlich weniger.
Das Projekt „Medizin transparent“ hat einige Diät-Trends einem wissenschaftlichen Faktencheck unterzogen. Dazu hat das Team nach Studien gesucht, in denen Menschen mit Übergewicht auf unterschiedliche Arten Diät gehalten hatten. In manchen Studien aßen die Teilnehmenden besonders wenig Kohlenhydrate – also nach dem Low-Carb-Prinzip –, in anderen ernährten sie sich besonders proteinreich. Das Ergebnis: Unterm Strich dürfte es egal sein, woraus sich die Ernährung zusammensetzt, solange einfach weniger gegessen wird. Wer abnehmen will, sollte weniger Kalorien aufnehmen, als sie oder er verbraucht. Fürs Abnehmen ebenfalls unerheblich dürfte auch die Zeit des Essens sein: Beim Intervallfasten wird nur zu bestimmten Zeiten gegessen. Dazwischen wird streng gefastet. Studien zufolge funktioniert das Abnehmen mit Intervallfasten genauso gut wie mit „klassischen“ Diäten, bei denen einfach kontinuierlich weniger gegessen wird. Übrigens: Angebliche Wundermittel zum Abnehmen, die zu gut klingen, um wahr zu sein, sind es meistens auch. Probiotika zum Beispiel helfen sehr wahrscheinlich nicht beim Abnehmen. Genauso wenig wohl auch der tägliche Esslöffel Apfelessig, der zuweilen als Abnehmhilfe beworben wird. Aussagekräftige Studienergebnisse gibt es dazu jedenfalls nicht.
Das Fazit: Die beste Diät bei Übergewicht ist jene, die am besten ins eigene Leben passt und die sich auch längerfristig durchhalten lässt. Denn Abnehmen gelingt schrittweise und braucht Geduld.
Der unabhängige Faktencheck erscheint in Kooperation mit der ÖGK.
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