Emotional stark von klein auf
Mit Menti lernen Kinder, Gefühle zu verstehen – und Veränderungen zu meistern.
Gefühle wahrnehmen, benennen und mit ihnen umgehen lernen – das ist eine wichtige Basis für die psychische Gesundheit von Kindern. Mit den Programmen „Mit Menti und Super-Menti auf Reisen“ und dem neuen Modul „Mut zur Veränderung“ unterstützt die Österreichische Gesundheitskasse Volksschulpädagoginnen und -pädagogen kostenlos dabei, emotionale Kompetenz spielerisch zu fördern. Mit Menti und Super-Menti entdecken junge Menschen das „Land der Emotionen“ und entwickeln Strategien für herausfordernde Situationen – wie etwa einen Schulwechsel. Petra Lietz, Direktorin der Volksschule Kematen (Niederösterreich), begleitete die Evaluierung beider Programme und berichtet von ihren Erfahrungen aus dem Schulalltag.
Dipl.-Päd. Petra Lietz, Leiterin der Volksschule Kematen, NÖ
Frau Lietz, Sie haben beide Menti-Projekte begleitet. Wie fällt Ihr Fazit zum neuen Modul „Mut zur Veränderung“ aus?
Petra Lietz: Sehr positiv. Wir wissen, dass ein bevorstehender Schulwechsel viele Kinder beschäftigt. Das Modul schafft einen guten Rahmen, um über Ängste, Erwartungen und Hoffnungen zu sprechen. Die Kinder lernen spielerisch, dass es ganz normal ist, Unsicherheit bei Veränderungen wie einem Schulwechsel zu empfinden, aber dass dies auch Chancen eröffnen kann.
Wie kommen die Materialien bei den Kindern und Lehrkräften an?
Lietz: Die Rückmeldungen sind positiv. Die Kinder arbeiten mit Begeisterung mit, weil die Mischung aus Denkaufgaben und spielerischen Elementen sie wirklich anspricht. Besonders gut gefällt ihnen, dass sie über ihre eigenen Stärken nachdenken und ihre Gefühle ausdrücken können. Die Lehrkräfte schätzen, dass die Materialien sofort einsetzbar sind und sich flexibel in den Unterricht integrieren lassen. Aus meiner Sicht wäre es sinnvoll, das Modul bereits gegen Ende der dritten oder zu Beginn der vierten Klasse einzusetzen, bevor der Schulwechsel konkret wird.
Welchen Mehrwert sehen Sie für die Schülerinnen und Schüler?
Lietz: Kinder lernen, ihre Gefühle wahrzunehmen und darüber zu sprechen. Sie erhalten Werkzeuge, um Stress und Alltagsbelastungen besser zu bewältigen. Gleichzeitig beobachten wir im Schulalltag, dass die Kinder verständnisvoller miteinander umgehen. Das wirkt sich auf das gesamte Klassenklima aus.
Wie profitieren Lehrkräfte?
Lietz: Das Programm ist eine große Unterstützung im Unterricht. Die Materialien wie Kinder-Arbeitsbücher, Handbücher und Klassenplakate sind kostenlos, praxistauglich und ohne großen Vorbereitungsaufwand einsetzbar. Hilfreich finde ich, dass auch Eltern eingebunden werden und so Schule und Elternhaus bei emotionalen Themen dieselbe Sprache sprechen. Sinnvoll wären aus meiner Sicht noch vertiefende Fortbildungen, damit Lehrkräfte im Umgang mit psychischen Belastungen noch mehr Sicherheit gewinnen.
Warum würden Sie Kolleginnen und Kollegen Menti und Super-Menti empfehlen?
Lietz: Weil das Programm zeigt, wie wichtig emotionale Gesundheit für erfolgreiches Lernen ist. Kinder, die ihre Gefühle verstehen und ausdrücken können, fühlen sich sicherer und lernen leichter. Es unterstützt Lehrkräfte dabei, sicherer mit Krisen umzugehen, und liefert psychologisches Praxiswissen, das sich sofort in Akutsituationen anwenden lässt. Und es begeistert Kinder – denn sie lieben die Geschichten mit Menti und Super-Menti. Dadurch wird Gesundheitsförderung nicht trocken, sondern spielerisch erlebt.
Für interessierte Lehrkräfte: Einfach oegk.at/menti aufrufen und die kostenlosen Materialien downloaden.
Foto: privat Illustration: ÖGK